Messingwerk füllt Untergraben und investiert
vier Mio. Euro
Gleich zwei größere Projekte plant
derzeit die Geschäftsführung des Plettenberger Messingwerkes.
Zum einen soll der seit vier Jahren ungenutzte Untergraben im
Industriegebiet Bannewerth verfüllt werden, zum anderen will
man vier Mio. Euro in eine umweltfreundliche Produktionsanlage
investieren. PLETTENBERG ■ Der Anstoß für die geplante Verfüllung
des Untergrabens kam von der Stadt Plettenberg, die in dem Graben
einen Schmutzwasserkanal verlegen will, um insgesamt fünf Wohnhäuser
im Bereich des Industriegebietes Bannewerth an das städtische
Kanalnetz anzuschließen. Diese sind bislang noch an Kleinkläranlagen
angeschlossen. "Da wir den Untergraben seit vier Jahre nicht
mehr nutzen, werden wir den Graben nach der Verrohrung durch
die Stadt verfüllen lassen", erklärte Messingwerk-Geschäftsführer
Robert Neuerbourg auf Anfrage unserer Zeitung. Für die insgesamt
rund 3 500 Quadratmeter große Fläche gebe es Interessent, die
nahezu allesamt Grundstücksanrainer des Untergrabens seien.
Die Untere Wasserbehörde gab laut Neuerbourg bereits grünes
Licht für die Verfüllung, weil es kein fließendes Gewässer sei
und es sich zudem um ein technisches Bauwerk handele. In Abstimmungsgesprächen
mit der Stadt soll nun ein Bauunternehmen gefunden werden, das
einerseits den Schmutzwasserkanal sowie einen Mischwasserkanal
(bei Netzüberlastung) verlegt und sich zudem um die Verfüllung
des rund 250 Meter langen Untergrabens kümmert. "Da nicht
sämtliche Grundstücke dem Messingwerk gehört, müssen wir für
die Verlegung der Kanalrohre noch einige Grundstücksverhandlungen
führen", betonte Bauamtsmitarbeiterin Manuela Kandera, die aber
hofft, das Bauprojekt in Gemeinschaftsarbeit mit dem Messingwerk
noch in diesem Jahr abschließen zu können. Schon wesentlich
früher soll bei dem traditionsreichen Hersteller von Messing-
und Kupferbändern eine neue Produktionsanlage in Betrieb gehen,
die eine Gesamtinvestition von vier Mio. Euro am Standort Eiringhausen
erfordert. "Wir investieren in eine namhafte Technologie, die
in Sachen Umwelttechnologie bahnbrechend ist", erklärte Neuerbourg
gestern zu den derzeit noch laufenden Planungen. ■ ged
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Israels Schlachten eindrucksvoll >erzählt<
Das
Oratorium "Judas Maccabäus" ist ein Meisterwerk des reifen, sechzigjährigen
Georg Friedrich Händel und als ein solches wurde es am vergangenen
Sonntag in der katholischen Pfarrkirche St. Laurentius aufgeführt. PLETTENBERG
■ "Dieses Oratorium ist wohl farblich noch eindrucksvoller
als Händels Messias und hat zudem viele Ohrwürmer", meinte der
begeisterte ASG-Musiklehrer und Kantorei-Sänger Wilfried Wagener.
"Die Vielfältigkeit an Klangfarben wurde allen 200 Zuhörern überzeugend
dargeboten", war sein Fazit. Unter der bewährten Leitung von
Kantor Gerhard Strub spielte das Orchester, die >Camerata Instrumentale
Siegen<, zunächst die Ouvertüre zum alttestamentarischen Oratorium.
Darin wurde die Trauer um den Tod des Führers der Israeliten,
Vater von Judas, gesungen von Tenor Henning Kaiser, und Simon,
gesungen von Bass Thilo Dahlmann, bemerkenswert musikalisch zum
Ausdruck gebracht. Der darauf einsetzende Chor, der Kammerchor
der Kantorei Christuskirche, verstärkte die todtraurige Stimmung
mit ruhigem Gesang. Als Nachfolger seines Vaters wurde Judas,
beeindruckend von Henning Kaiser gesungen, zum Anführer der Israeliten
erkoren. Unter seiner Führung konnte das Volk die darauf folgenden
Schlachten gewinnen. Der ganze Ruhm fiel auf Judas, der diesen
jedoch zurückwies. Manja Stephan (Sopran) und Christian Wehler
(Alt) wussten sich mit lupenreinem, weichem, aber doch energischem
Gesang als Israelitinnen und Boten in die Herzen der Zuhörer
zu singen. Zu Beginn des zweiten Aktes drohte den Israeliten
neue Gefahr und der Chor sang "Fall ward sein Los!", worin die
Stimmung zwischen Zweifel und Gewissheit förmlich greifbar wurde,
da Judas Maccabäus alles andere als ein kraftstrotzender Feldherr
war. Zur Mitte des zweiten Aktes folgte der dramaturgische Höhepunkt
des Oratoriums. Der Tenor sang "Blast die Trommet!". Bis zu diesem
Zeitpunkt hat Händel seine musikalischen Mittel zurückgehalten.
Aber dann setzte er zu einem Geniestreich an. Nach und nach
folgten weitere Instrumente. Unter anderem Pauken und drei Trompeten,
die von dem Bläsertrio Reinhard Felthaus gespielt wurden. Schließlich
komplettierte der Chor das Tutti. Dieser Höhepunkt ist thematisch
darin begründet, dass dem Volke Israel nach innerer Läuterung
und Hinwendung zu Gott endgültig der Sieg zuteil wurde. Der
dritte Akt des Oratoriums hat als Klassik-Hit die Jahrhunderte
überdauert: Das Adventslied "Tochter Zion, freue dich!" basiert
auf dem Chor "Seht er kommt mit Preis gekrönt" aus "Judas Maccabäus".
Von da an erkannte man, dass allmählich die musikalische Spannung
und die der Zuhörer, die sich angesichts der Konzertdauer von
über drei Stunden immer weiter aufgebaut hatte, allmählich abfiel.
"Judas Maccabäus war zwar in vielerlei Hinsicht eine schwere
Kost, aber allemal den Konzertbesuch wert. Gerade dann, wenn
es so toll dargeboten wird, wie von der Kantorei unter der Leitung
von Gerhard Strub", sagte ein Besucher nach dem Konzert restlos
begeistert von der musikalischen Leistung. ■ ja Stimmgewaltig:
Der Kammerchor der Kantorei Christuskirche und die >Camerata
Instrumentale< aus Siegen begleiteten die Solisten am Sonntag
in der Pfarrkirche St. Laurentius. ■ Fotos: D. Jansen
Die Solisten Manja Stephan und Christian Wehler sangen sich in
die Herzen der Zuhörer.
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Wie teuer wird dieser Winter?
Genaue Summen stehen natürlich noch nicht
fest. Doch eines ist gewiss: Der Winterdienst wird für die Gemeinde
Herscheid in diesem Jahr teurer als erwartet.
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SVP auf "sagenhaftem Höhenflug"
Klaus-Jürgen
Bröcker ist Gründungsmitglied des Schwimmvereins Plettenberg,
der im kommenden Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert. Sein
Wort hat im Verein Gewicht und wenn Bröcker von einem "sagenhaften
Höhenflug in den letzten zwei Jahren" spricht, dann können Trainerstab
und sportliche Leitung stolz darauf sein, eine ganze Menge richtig
gemacht zu haben.
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Letzter Sieg zum Aufstieg fällt leichter als erwartet
HERSCHEID ■
Die Sektkorken knallten früher als erwartet: Mit einem in dieser
Klarheit nicht erwarteten 3:0-Sieg gegen Concordia Hagen machte
der TV Grünenthal am Freitagabend in der Klemme-Sporthalle den
Aufstieg in die Landesliga und damit den größten Erfolg der Abteilungsgeschichte
perfekt.
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Handarbeiten
für den guten Zweck
Bunte Socken, warme Schals, und
verschiedene andere Strickwaren gab es am vergangenen Wochenende
auf dem Handarbeitsbasar im Paul-Gerhardt-Haus.
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Städtepartnerschaft: Am Wochenende nach Schleusingen
Doppelten
Grund zum Feiern gibt es am Wochenende in der Partnerstadt Schleusingen.
Zum 20-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Schleusingen
und Plettenberg sowie zu zwei Jahrzehnten deutscher Einheit richtet
Schleusingen am Samstag eine Festveranstaltung aus. Dafür konnte
ein hochkarätiger Festredner gewonnen werden: Joachim Gauck,
früherer Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde.
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Der Vorstand des Hegerings wurde am Samstag wiedergewählt (von links): Zweiter Vorsitzender Eberhard Kaufmann, Vorsitzender Dr. Matthias Dunkel und Geschäftsführer Mike Hortmann.
Jäger sind verunsichert: Was darf noch gefüttert werden?
Der lange Winter macht nicht nur den Menschen zu schaffen,
sondern auch dem Wild. Futter gibt es im Wald kaum noch, daher
sind die Tiere auf die Jäger angewiesen. Und die fragen sich:
Was darf man überhaupt noch füttern? Darüber wurde bei der Jahreshauptversammlung
des Hegerings Herscheid lange nachgedacht. HERSCHEID ■ Dr.
Matthias Dunkel sprach von einer deutlichen Verunsicherung in
der Jägerschaft. Grund dafür ist eine Verordnung der Oberen Jagdbehörde.
Diese besagt, dass Rüben als Futtermittel nicht mehr zulässig
sind. Dabei handele es sich um eine Vorsichtsmaßnahme, damit
sich die Schweinepest nicht ausbreite. Denn Rüben, so erklärt
Dr. Dunkel, haben eine Lockwirkung. Wildschweine werden dadurch
in großen Gruppen angelockt. In diesen Rudeln bestehe dann die
Gefahr der Ansteckung. Die neue Verordnung, die zum Jahreswechsel
in Kraft getreten ist, schreibt Heu und Grassilage als einzige
zulässige Futtermittel vor - sehr zum Ärger zahlreicher Jäger.
Denn viele hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits mit Rüben
eingedeckt. "Daher wurde eine Ausnahmeregelung geschaffen", erklärte
der Herscheider Hegeringleiter. Bis Ende April dürfen die Rüben
bei entsprechender Lagerung noch verfüttert werden. Dennoch sind
die heimischen Jäger verwundert, vor allem, weil die Verordnung
so rasch und mitten in der Fütterungsperiode erlassen wurde.
Erfreulich: Zurzeit gibt es keine Anzeichen dafür, dass die
Schweinepest noch in Herscheid ist. Seit letztem Jahr besteht
eine strenge Untersuchungspflicht. Jedes geschossene Schwarzwild
(auch Fallwild) muss zum Veterinäramt gebracht und dort untersucht
werden. Die Herscheider Hegering-Jäger brachten im letzten Jahr
65 Stück Schwarzwild zur Strecke. Darunter, so betonte Dr. Dunkel,
seien keine Verdachtsfälle gewesen. "Wir dürfen uns aber dennoch
nicht in Sicherheit wiegen", warnte der Hegering-Leiter. Eine
Krankheit wie die Schweinepest komme schnell zurück. Daher empfahl
er, auch weiterhin Schwarzwild gezielt zu bejagen. Positiv
ist die Entwicklung der Mitgliederzahlen: Zurzeit gehören dem
Hegering 180 Jäger an, darunter viele Gäste. Im letzten Jahr
habe man Verstärkung von zwei Jungjägern erhalten. Zudem hat
sich mit Harald Schmid ein Falkner dem Hegering angeschlossen.
Aufgrund der guten Arbeit bestätigten die Mitglieder den Vorstand.
Somit bleibt Dr. Matthias Dunkel weiterhin Vorsitzender. Sein
Stellvertreter ist Eberhard Kaufmann. Auch Geschäftsführer Mike
Hortmann wurde wiedergewählt. ■ dg Blick in fragende
Gesichter: Auch die heimischen Jäger sind durch die neue Fütterungsverordnung
verunsichert worden. ■ Fotos: D. Grein
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Giftige Chemikalie tritt aus: Großeinsatz für Feuerwehr
Großalarm
in Landemert: Eine höchst gefährliche Flüssigkeit ist bei einem
Unfall ausgetreten und versetzt die Bevölkerung in Aufruhr. Zum
Glück handelt es sich bei diesem Szenario nicht um den Ernstfall,
sondern um eine Übung des ersten Löschzugs der Plettenberger
Feuerwehr. PLETTENBERG ■ Dennoch gehen die Rettungskräfte
bei der Übung am Freitag mit der gebotenen Ernsthaftigkeit
zu Werk. Wenige Meter hinter dem Ortseingang entdecken sie den
verunglückten Gefahrguttransporter. Dieser hat an einem seiner
Tanks eine Leckage - aus dieser bahnt sich eine Flüssigkeit ihren
Weg ins Freie. Der erste Löschzug (Löschgruppen Stadtmitte und
Landemert) ist zur Stelle: Unter schweren Atemschutzgeräten und
Sicherheitsanzügen erkunden die Blauröcke die Unfallstelle. Und
tatsächlich, die Befürchtungen bestätigen sich: Bei dem auslaufenden
Stoff handelt es sich um das hochgefährliche Trichlorsilan.
Im Lauf gegen die Zeit erkundet der erste Trupp die Lage. Unter
Vollschutz bleiben jedoch nur gut 20 Minuten, ehe der Sauerstoff
langsam ausgeht und die Kameraden ihre Sicherheitsanzüge in der
Dekontamination-Station ablegen müssen. Aus diesem Grund hat
Einsatzleiter Ortwin Rameil stets einen zweiten Trupp zur Sicherung
bereitgestellt. Nachdem die Leckage entdeckt und der Gefahrenstoff
identifiziert ist, macht sich eben jener Sicherheitstrupp an
die Arbeit, das Loch mittels eines Flansches abzudichten. Gezündete
Böller, welche mögliche Explosionen simulieren, lassen das Szenario
realistisch wirken und erhöhen den Stressfaktor der Wehrleute.
Nach gut einer Stunde ist das Leck geschlossen. Alle giftigen
Chemikalien sind aufgenommen und umweltgerecht entsorgt worden.
Weitere Gefahren können ausgeschlossen werden - die 40 Kameraden
haben gute Arbeit geleistet. Das Szenario der Übung war
nicht willkürlich gewählt worden. Statistiken belegen das klare
Ansteigen solcher Unfälle in den letzten Jahren. "Chemikalien
laufen einem mittlerweile jeden Tag über den Weg", berichtete
Zugführer Ortwin Rameil. Um für den Ernstfall gerüstet zu sein
ist das regelmäßige Üben der Feuerwehren von immenser Wichtigkeit,
auch wenn solche Übungen einen Realeinsatz nie komplett kopieren
können. "In der Realität werden bei Unfällen dieser Art Absperrgrenzen
von über 50 Metern festgelegt", nennt Rameil als Beispiel. Daher
sind auch alle "Zuschauer" mehr als beruhigt, dass es sich bei
dem spektakulären Einsatz am Freitagabend nur um eine Übung
handelt. ■ sk An einem Tank des Gefahrguttransporters
entdecken die Einsatzkräfte das Leck. Da darauf (simulierte)
giftige Chemikalien entweichen, müssen die Feuerwehrmänner Schutzkleidung
tragen. ■ Foto: S. Klingschat
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Kolb-Turm: Es bleibt bei Holz-Verschalung
In der Jahreshauptversammlung
der Herscheider SGV-Abteilung war vom zweiten Vorsitzenden des
Geschichtsvereins, Dr. Klaus Hüttebräucker, angeregt worden,
bei der Kolbturm-Sanierung die Bruchstein-Optik des fast 100
Jahre alten Aussichtsturmes zu erhalten. Wie versprochen, hat
Vorsitzender Ernst August Benfer inzwischen mit Architekten und
dem Hauptgeschäftsführer des SGV, Wolfgang Benno Ecker, Kontakt
aufgenommen. HERSCHEID ■ Das Ergebnis der Gespräche teilte
er bei der Zusammenkunft der Herscheider SGVer am runden Tisch
mit. Das optisch ansprechende Bruchsteinmauerwerk auf der Nordhelle
gegen Wind und Wetter so zu schützen, dass keine Feuchtigkeit
ins Mauerwerk eindringen kann, ist technisch durchaus möglich.
Nach Mitteilung des Hauptgeschäftsführers ist diese aufwendige
Variante zunächst auch ins Auge gefasst worden. Jedoch aus Kostengründen
(neues Verfugen des gesamten Mauerwerks) musste sie wieder fallen
gelassen werden. So wird es nach dem momentanen Stand der
Planungen - wie mehrfach berichtet - bei der Verschalung des
Turmes mit Lärchenholz wohl bleiben. Da eine erneute Spendenaktion
zurzeit zu gewissen Hoffnungen Anlass gibt, soll in nächster
Zeit mit den Sanierungsarbeiten begonnen werden. Freuen dürfen
sich Eltern mit ihren Kindern auf eine spannenden und heimatkundlich
interessante Familienwanderung am 10. April. An diesem letzten
Samstag der Osterferien ist eine etwa zweistündige Wanderung
über den A 1-Weg im Böllenberg mit einem anschließenden gemeinsamen
Abschluss in der Grünau geplant. Kurz angesprochen wurde auch
noch einmal der sogenannte Luftlandeplatz mit Flugmodellen in
Bäumen an der Spinne. Mit einem Zitat vom Wilhelm Münker, dem
Mitbegründer und Förderer des Jugenherbergswesens, "Die Verwirrung
der Geister treibt immer neue Blüten", fand die Diskussion ein
schnelles Ende. Anlässlich der 25-jährigen Mitgliedschaft
im SGV überreichte Vorsitzender Benfer Heinz Heidbüchel die Treuenadel
mit Urkunde. Er dankte Wanderfreund Heidbüchel besonders für
die Organisation der Wanderfreizeiten und Exkursionen. Ohne Heinz
Heidbüchel, so Benfer, wäre vieles nicht möglich. Mit amüsanten
Geschichten und Gedichten zum Älterwerden leitete er anschließend
zum geselligen Teil des Abends über. In waschechtem Plattdeutsch
gab Reinhard Sohn die Geschichte, wie Jupp und sein Vater versuchten
den Osterhasen zu fangen, zum besten. Das nächste Treffen am
runden Tisch findet am 8. April in der Grünau statt. ■
hs Er ist Gegenstand der aktuellen Diskussionen: Der Robert-Kolb-Turm
soll bekanntlich umfassend restauriert werden. Der Wunsch vieler
Heimatfreunde ist es, das Bruchsteinmauerwerk zu erhalten. ■
Archivfoto
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Wechsel an der Spitze der SPD
Überrascht waren die Sozialdemokraten
nicht, als Jan Hendrik Marl am Samstag seinen Rückzug bekannt
gab. Nach nur zwei Jahren als Vorsitzender der SPD Plettenberg
trat er aus freien Schritten zurück; die Gründe waren nachvollziehbar.
Umso erfreuter waren alle Besucher der Jahreshauptversammlung,
in Jürgen Beine einen kompetenten Nachfolger gefunden zu haben. PLETTENBERG
■ Das langjährige SPD-Mitglied wurde bei einer Nein-Stimme
und einer Enthaltung mit großer Mehrheit gewählt. Beine machte
in seiner Antrittsrede klar, wo die Schwerpunkte seiner Arbeit
liegen werden. Die SPD soll Zukunftslaboratorium und Gravitationszentrum
sein und eine wichtige Integrationsrolle spielen. Was er damit
meint? Zum einen betonte er, bei jeder politischen Entscheidung
verstärkt über "das Plettenberg von morgen nachzudenken". Das
bekannte Lied der Gruppe Fleetwood Mac "Don't stop thinking
about tomorrow" (also "Hört nicht auf, über morgen nachzudenken")
diene als Richtlinie. Um dies umsetzen zu können, müsse man dauerhaft
neue Ideen vor Ort entwickeln; dies gelinge nur, wenn man politischen
Diskussionen verstärkt Halt gebe. Zudem müsse man steter Ansprechpartner
für die Mitglieder, aber auch für alle Bürger sein. "Ich würde
mich freuen, wenn ihr mich auf diesem Weg begleiten würdet",
warb Beine um das Vertrauen der Sozialdemokraten. Sein Vorgänger
hatte sich zuvor bei seinen Zuhörern entschuldigt. Familie, Beruf,
Arbeit im Stadtrat - die Funktion als Vorsitzender habe er aufgrund
der Fülle seiner Aufgaben nicht wie gewünscht ausfüllen können.
"Ich habe die Enden nicht aneinander bekommen", gab Marl zu.
Da er aus Zeitnot an dieser Situation auch nichts ändern könne,
trat er von seinem Posten zurück. Darüber hinaus ergaben sich
weitere Veränderungen im Vorstand. Ausgeschieden aus seinem Amt
ist Kassierer Manfred Seibt. Sein bisheriger Stellvertreter Jörg
Thilo Schmidt rückt auf ins erste Glied; er erhält Unterstützung
durch den zweiten Kassierer Wolfgang Rothstein. Das Geschäftsführer-Duo
bilden ab sofort Uwe Boese und Corina Adolphy. Zudem gibt es
zwei Stellvertretende Vorsitzende: In dieses Amt wurden Helge
Staat und Wolfgang Schrader gewählt. ■ dg
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Schrader greift die CDU an
Emotional und angriffslustig - so
präsentierte sich Wolfgang Schrader bei der Jahreshauptversammlung
der SPD Plettenberg. Der Fraktionsvorsitzende hatte sich auf
ein Ziel eingeschossen: die CDU. PLETTENBERG ■ Bereits vor
der Kommunalwahl habe sich die Ortsunion in völlig unangebrachtem
Populismus geübt. Die Quittung dafür habe die CDU am Wahlabend
erhalten. "Unsere Strategie der Ehrlichkeit war die richtige",
lobte Schrader die Entscheidung der SPD, rechtzeitig auf die
finanziellen Engpässe hinzuweisen. Spätestens nach der letzten
Ratssitzung sei klar warum: Die Stadt muss drastische Kürzungen
vornehmen. Dies habe mittlerweile auch jeder erkannt - bis auf
die CDU, die Schrader als "dickfellig" titulierte. Denn sie stecke
den Kopf in den Sand und warte auf die Verfügungen der Aufsichtsbehörde.
"Das kann für uns keine Alternative sein", moserte Schrader.
Die SPD versuche mit umfassenden Sparmaßnahmen den Haushalt auszugleichen
- trotz eingebrochener Gewerbesteuer. Dabei müsse man leider
auch unpopuläre Entscheidungen treffen. "Es hilft uns nicht
weiter, wenn der Kollege Hillert eine Haushaltsrede von 28 Minuten
Länge hält, sich aber bei den Einsparungen an Kleinigkeiten abarbeitet",
griff Schrader seinen CDU-Kollegen an. Es sei völlig unverständlich,
dass die CDU so ideenlos sei und lediglich den Fahrdienst des
Bürgermeisters und einen Zuschuss für das Weidenhofkino - der
im Übrigen nicht mehr gezahlt werde - streichen möchte. "Das
reicht doch nicht aus", winkte Schrader ab. In den nächsten
Wochen werde man ja sehen, wie ernst es der CDU mit dem Sparen
wirklich sei. Schrader jedenfalls verteidigte die eigene Marschroute,
die unter anderem das Anheben von Grundsteuern sowie Anliegerbeiträgen
und die Kürzung der freiwilligen Leistungen vorsieht. "Wenn wir
möglichst schnell wieder Herr im eigenen Haus sein wollen, sind
diese Veränderungen dringend notwendig", so Schrader. ■
dg Der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Schrader amüsierte
sich darüber, dass sein CDU-Kollege Heiko Hillert eine 28-minütige
Haushaltsrede ohne Inhalt gehalten habe. ■ Foto: D. Grein
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Sundheller marschieren durch New York
50 Besucher bei der Jahreshauptversammlung - damit
war Peter Schweighöfer sehr zufrieden. Diese starke Resonanz
zeichnet sich auch in den Mitgliederzahlen ab: Der Schützenverein
Sundhelle ist im letzten Jahr gewachsen, freute sich der Vorsitzende.
-->
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Der Traum von André Rieu und seiner Geige
Plettenbergs Gleichstellungsbeauftragte Christiane
Wilk hatte es realisiert: Die Winterberger Kabarettistin Karin
Berkenkopf war zum Internationalen Frauentag angereist und präsentierte
gestern im Ratssaal ihr neues Programm mit Namen "Sammelfieber".
Vor bis auf den letzten Platz besetzten Stuhlreihen kam sie als
Frieda Braun auf die Bühne - und begeisterte. PLETTENBERG ■
Ausgerüstet mit Haarnetz, Lockenwicklern und einer sauberen Schürze
strapazierte sie mit bestem Sauerländer Akzent die Lachmuskeln
ihrer Zuhörer. Auf der Suche nach Sachspenden für den geplanten
Wohltätigkeitsbasar ihrer Frauengemeinschaft schleuderte sie
spektakulär erzählte Interna ins Publikum. Mit ausdrucksstarker
Mimik und liebenswürdigem Charme unterstrich sie das Gesagte.
"Wir verkaufen auf dem Basar allerhand Gerümpel - also Sachspenden",
erklärte sie. "Wir nehmen alles an, was nicht mehr gebraucht
wird. Alles - außer Familienmitglieder", betonte die Hausfrau.
Zum Schirmherrn der Aktion wünschte sich die Gemeinschaft
- bestehend aus zehn Frauen - André Rieu. "Dem seine Geige wäre
ich gerne", fügte Frieda Braun erklärend hinzu. Da es aber immer
anders kommt, als man denkt, boten stattdessen die Alten Herren
des heimischen Fußballvereins ihre Schirmherrschaft an. Frieda
Braun nahm das überwiegend weibliche Publikum auch mit auf eine
Reise nachbarschaftlicher Abgründe. Im Mittelpunkt stand unter
anderem Mitstreiterin Kollekten-Agga, die bei jedem Hotelaufenthalt
die Flüssigseife der im Zimmer angebrachten Spender in Tupperdosen
abfüllt. "Dann in Fläschchen gefüllt, Kirsche dran und verschnackt
auf'm Basar", weihte die Winterbergerin ihr Publikum ein.
Doch die Kabarettistin beließ es nicht nur bei ihren charmanten
Worten: Frieda Braun nahm auch gerne den Kontakt zu den Anwesenden
auf. Zuschauer Fritz erfuhr am eigenen Leib, wie man mittels
eines Kopfmassage-Gerätes die Festplatte von potentiellen Spendern
beeinflusst. Und auch eine zu spät erschienene Zuschauerin wurde
prompt persönlich begrüßt: "Na da bist du ja endlich." Es
waren eben diese Momente der Situationskomik, die das Publikum
vollends überzeugte. Als Dank für diesen rasanten Vormittag erhielt
Frieda Braun von den Plettenbergern tosenden Applaus. ■
bo Frieda Braun suchte bei ihrem gestrigen Auftritt den
Kontakt zu ihrem Publikum. Zuschauer Fritz erhielt von der Kabarettistin
eine Kopf-Massage. ■ Foto: M. Bornemann
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Auch der rote Mazda des Unfallverursachers musste nach dem heftigen Zusammenstoß abgeschleppt werden.
Sieben Verletzte bei schwerem Unfall im Schneegestöber
Mitten
im abermaligen Wintereinbruch ereignete sich am Freitag ein schwerer
Verkehrsunfall auf der Ohler Straße. Bei einem Frontal-Zusammenstoß
zweier Autos wurden insgesamt sieben junge Plettenberger verletzt,
drei von ihnen sogar schwer. PLETTENBERG ■ Wie die Polizei
berichtet, war der 20-jährige Fahrer eines roten Mazda gegen
21.15 Uhr auf der Ohler Straße in Richtung Ohle unterwegs. In
einer scharfen Rechtskurve verlor er auf schneeglatter Straße
die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen schleuderte auf die
andere Fahrbahnseite und stieß dort mit dem Heck gegen die Frontseite
eines entgegenkommenden Wagens; dessen 19-jährige Fahrerin aus
Plettenberg hatte keine Chance mehr, dem Wagen auszuweichen.
Der Aufprall war derart heftig, dass alle Personen, die sich
in den Autos befanden, verletzt wurden. Der 20-jährige Verursacher
und zwei weitere Insassen erlitten sogar schwere Verletzungen.
Auch die beiden Autos waren deutlich gezeichnet. Die Wagen
waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.
Die Schadenssumme schätzt die Polizei auf insgesamt 8 500 Euro.
Alle sieben Unfallbeteiligten wurden ins Plettenberger Krankenhaus
gebracht. Besonderheit: Der Plettenberger Rettungswagen war zur
Unfallzeit in einen anderen Einsatz eingebunden. Da zunächst
auch ein Unfall im Bereich Pasel gemeldet worden war, wurden
dorthin die Rettungswagen aus Werdohl und Finnentrop gerufen.
Da in Pasel jedoch kein Einsatz anlag, wurden die beiden Rettungswagen
- gemeinsam mit dem Plettenberger Hilfeleistungslöschfahrzeug
der Rettungswache - zur Ohler Straße geordert. Dort war man froh,
auf die Hilfe aus den Nachbarstädten zurückgreifen zu können.
■ dg Nicht mehr fahrbereit: Einsatzkräfte der Plettenberger
Feuerwehr und Mitarbeiter eines Abschleppunternehmens schieben
das zerstörte Auto der 19-jährigen Plettenbergerin an den Fahrbahnrand.
■ Fotos: St. Aschauer-Hundt
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Die Zeit der Hexen und der österlichen Tristesse ist vorbei
Die Zahl 13 bringt Unglück, heißt es im Volksmund.
Das galt bedingt auch für den Ostermarkt. Denn die 13. Auflage
in der Rammberghalle begann aufgrund des Winter-Einbruchs eher
schleppend. Die Besucher-Zahlen stiegen im Verlauf des Wochenendes
zum Glück für die Veranstalter noch an. Die Zahl 13 brachte also
nur anfangs Unglück. HERSCHEID ■ Dafür, dass der Markt dann
doch zu einem Erfolg wurde, sorgte das abwechslungsreiche Angebot.
Die Interessengemeinschaft Ostermarkt, bestehend aus Peter Althoff,
Hans-Gerd Schnepper und Horst Klischat, hatte über 30 Hobbykünstler
in die Rammberghalle gelockt. "Viele Verkäufer haben hier jedes
Jahr einen Stand und sind von Beginn an dabei", erklärte Horst
Klischat stolz. Zu diesen Stamm-Ausstellern zählt Ilse Köhler.
Die Werdohlerin baut ihren Stand seit der ersten Veranstaltung
immer wieder auf - selbstverständlich stets mit neuen Ideen.
"Ich verkaufe Dekoartikel und da hat sich im Laufe der Jahre
einiges geändert", erzählt Ilse Köhler. Früher habe es eine Zeit
gegeben, in der sie nur Hexen verkauft habe. "In vielen Fenstern
hingen meine Hexen. Jeder wollte eine haben", erinnert sich die
Werdohlerin an den sieben Jahre anhaltenden Trend. Doch dieser
Zauber sei vorbei: Heute gehören überwiegend Gestecke, Plüschhasen
und Küken mit flauschigem Fell zu ihrem Sortiment. Am Stand
von Jörg und Elke Berthold konnten die Besucher bei der Entstehung
von Spanbäumen zusehen. Mit einem Stechbeitel entsteht aus einem
daumengroßen Holzstück ein wahres Kunstwerk. Der gelernte Werkzeugmacher
drechselt außerdem Eierbecher, Serviettenhalter und frühlingshafte
Figuren aus gestocktem Birkenholz. "Unsere kleinen gesägten Fensteranhänger
mit Ostermotiven entstehen zu Hause auf einer selbst umgebauten
Nähmaschine", erklärte Jörg Berthold den interessierten Zuschauern.
Sein Hobby entstand aus der Not heraus. Das aus Dresden stammende
Ehepaar hatte vor dem Mauerfall keine Gelegenheit, österliche
Dekoartikel zu erwerben. "Also fing ich damals an, selbst Figuren
und Laubsägearbeiten herzustellen", erinnerte er sich. Mit großem
Erfolg, darin waren sich die Gäste beim Betrachten der Holzarbeiten
einig. ■ Es duftet nach Seife und Flotten Lotten Auf
dem vielfältigen Ostermarkt gab es sogar einen Stand für die
Schönheit. Elke und Klaus Pichlbauer sorgten mit ihren selbst
hergestellten Naturseifen für betörenden Duft in der Rammberghalle.
"Unsere Seifen werden alle aus naturbelassenen, kaltgepressten
Ölen hergestellt", erklärte Klaus Pichlbauer. Selbst Besucher
mit besonders empfindlicher Haut werden im Naturseifengarten
des Werdohler Paares fündig. Klaus Pichlbauers Geheimtipp ist
hier eine unbeduftete Seife mit Mandel- und Olivenöl. "Diese
ist auch für Babys und Kleinkinder sehr zu empfehlen", weiß er.
Jeder Besucher wurde in der Rammberghalle fündig. Die mit
Serviettentechnik gestalteten Holzstücke fanden ebenso ihre Abnehmer,
wie bemalte Straußen- und Hühnereier, oder die liebevoll gestalteten
Naturgestecke und Kerzenhalter von Heidi Gonzalez und Gabriela
Winter. Nach dem Bummel durch die Halle stärkten sich die Besucher
am Kuchenbuffet der "Flotten Lotten" oder ließen sich geräucherten
Fisch und das angebotene Holzofenbrot schmecken. Der Osterbäcker
lockte mit süßen Brezeln. Auch kulinarisch wurde also Vielfalt
geboten. ■ bo Wie aus einem daumengroßen Holzstück
ein wahres Kunstwerk entstehen kann, das erlebten die Besucher
des Hüinghauser Ostermarktes am Stand von Jörg und Elke Berthold.
■ Fotos: M. Bornemann
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Mit Bongos
und Gewändern ein Stück Kamerun erlebt
Afrika, das liegt weit
weg von Plettenberg - könnte man meinen. Zumindest am Freitag
rückte der Kontinent ein Stück näher an uns heran. Denn der Weltgebetstag
der Frauen befasste sich mit dem Land Kamerun. PLETTENBERG ■
Es war mehr als "nur" ein Hauch Afrika, der in der Christuskirche
zu spüren war. Gedanklich waren die Frauen in Plettenberg bei
den Glaubensschwestern in Kamerun. Erfreulich war es daher, dass
die Sitzbänke in der Christuskirche voll besetzt waren. Der ökumenische
Gottesdienst erhielt dadurch einen würdigen Rahmen - und er sollte
durchaus anders verlaufen, als man "gewöhnliche" Gottesdienste
kennt. Denn die Liturgie hatten Frauen aus Kamerun mit dem
Leitwort "Alles, was Atem hat, lobe Gott" vorbereitet. Entsprechend
bunt ging es auch in der Christuskirche zu: Tanzend und in farbenfrohen
Gewändern gekleidet gestalteten mehrere weibliche Gemeindemitglieder
den Ablauf des Gottesdienstes. Zunächst wurde mit Bildern
und Erklärungen das Land vorgestellt. Kamerun ist die Brücke
zwischen West- und Zentralafrika. Schwarze Vulkansandstrände,
Regenwald, Wasserfälle, Sümpfe, Gebirge, Seen, Savanne und die
Sahelzone machen die Landschaft vielseitig. 18 Millionen Menschen
leben in Kamerun; 50 Prozent sind christlich, 20 Prozent moslemisch
und 30 Prozent der Bevölkerung gehören unterschiedlichen lokalen
Naturreligionen an. Die Hälfte der Bevölkerung lebt unterhalb
der Armutsgrenze. Zwar gibt es in Kamerun die Schulpflicht. Dennoch
können weniger als 80 Prozent der Bevölkerung lesen und schreiben.
Die Frauen sind für die Kindererziehung und für die Feld- und
Hausarbeit zuständig. Die Männer arbeiten oft auf Plantagen.
Die Landwirtschaft ist der dominierende Wirtschaftsbereich des
Landes. All das wurde in der Christuskirche verdeutlicht.
So erfuhren die Plettenberger Frauen in Gesängen und Vorträgen,
was es im alltäglichen Leben in Kamerun zu loben und zu preisen
gibt. Immer wieder kamen die Bongo-Trommeln der "Percussion Five"
des Albert-Schweitzer-Gymnasiums zum Einsatz, so gelang es den
Organisatorinnen ein bisschen afrikanisches Lebensgefühl in die
Herzen der Frauen zu transportieren. Auch Pfarrer Rainer Schulz
zeigte sich von der Gestaltung des Gottesdienstes sichtlich berührt.
■ bo
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BCH IV hat den Aufstieg sicher
HERSCHEID ■ Hatte man sich in der
Hinrunde am Rahlenberg noch mit 4:4 getrennt, so spielten die
Herscheider beim Tabellenvierten BC Schwerte knapp am Remis vorbei
und erwarten am 13. März zur vorletzten Begegnung dieser Saison
den Tabellenfünften TuS Lendringsen in eigener Halle. Auswärts
musste man in der Hinrunde eine knappe Niederlage hinnehmen.
-->
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PBV festigt die Tabellenführung
PLETTENBERG ■ Einen 5:3-Sieg fuhr die erste
Mannschaft des Plettenberger BV nach äußerst spannenden und knappen
Begegnungen gegen den TuS Meinerzhagen ein.
-->
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Schulschließung - Todesstoß für Lichtringhausen und Neuenhof?
Immer
wieder wird darüber gesprochen, dass dem demographischen Wandel
entgegengewirkt werden muss. In Lichtringhausen ist es dafür
zu spät: Der Wandel hat zugeschlagen - und die erste Grundschule
muss geschlossen werden. Auch die Gegenwehr der Lichtringhauser
und Neuenhofer Bürger konnte den Entschluss bei der Versammlung
am Mittwoch nicht mehr verhindern. LICHTRINGHAUSEN ■ Fast
zehn Wochen lang hat sich Bürgermeister Wolfgang Hilleke zusammen
mit Martina Eckert vom Amt für Schule, Kultur und Sport und Elisabeth
Hein-Schmidt von der Schulaufsicht Olpe mit der Situation in
Lichtringhausen auseinander gesetzt. Doch in der Schützenhalle
konnte er bei der Versammlung am Mittwochabend nur ein sehr ernüchterndes
Ergebnis vorstellen: Die Schule muss zum 1. August geschlossen
werden. Daran führe kein Weg vorbei: "Wir haben bis zur letzten
Patrone darum gekämpft", beteuerte Hilleke im Gespräch mit den
Anwohnern und betroffenen Eltern. Elisabeth Hein-Schmidt unterstrich
diese Aussage: "Es ist nun aber aussichtslos." Doch das wollten
die Lichtringhauser nicht wahr haben. Verzweifelt wurden Lösungsvorschläge
vorgebracht und eine sehr emotionale und verzweifelte Debatte,
um die Schließung dann doch noch irgendwie zu verhindern, wurde
entfacht. Das Problem: Viele Eltern schicken ihre Kinder nicht
im Dorf in die Schule, sondern nach Attendorn. Einer dieser Väter
behauptete, dass in Lichtringhausen keine Grundlagen geschaffen
wurden, um den Schulbetrieb aufrecht zu erhalten und die Schule
attraktiv zu gestalten: "Die Schule wurde kontiniuierlich ausgehungert",
unterstellte er. Für den Bürgermeister war diese Aussage der
Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. "Es hört sich
so an, als wenn Sie Absicht unterstellen wollen", setzte er sich
in der Diskussion zur Wehr. Dies entspräche nicht der Wahrheit,
man habe in den letzten Jahren alles Erdenkliche getan, um den
Standort Lichtringhausen zu sichern. Vergeblich: "Aus einem Golf
kann man aber keinen Mercedes machen." Schuldezernent Klaus
Hesener betonte, dass es vor allem um das Wohl der Kinder gehe.
Der qualitative und pädagogische Wert der Schulausbildung in
Lichtringhausen könne einfach nicht aufrecht erhalten werden.
Die Aufgabe sei es, den Kindern eine gute Bildung zu garantieren,
damit im späteren Leben gute Aussichten ermöglicht werden können.
"Alles andere muss dem dann untergeordnet werden." Detailliert
zeigte Bürgermeister Wolfgang Hilleke die prognostizierte Entwicklung
der Schülerzahlen. Diese ähnelt einer rasanten Talfahrt. In diesem
Jahr wäre es nicht einmal mehr möglich, mit einer Gemeinschaft
aus der ersten und zweiten Klasse auf die gesetzlich vorgeschriebenen
18 Schüler zu kommen. Die Situation würde sich für das nächste
Jahr sogar zuspitzen. Dann käme auch die dritte und vierte Klasse
nicht mehr auf 18 Schüler. "Eine Ausnahmeregelung, dass ein Jahrgang
auch mit 15 Schülern gebildet werden kann, gilt aber nicht bei
Gemeinschaftsklassen", betonte Stadtoberhaupt Hilleke. Entgeistert
verfolgten die Anwohner die präsentierten Grafiken. Ihre Behauptung:
Dabei sei lediglich die Hälfte aller Schulanfänger aufgeführt
worden. Diese Zahlen seien Prognosen und "es wäre völlig utopisch,
zu glauben, dass alle Eltern ihre Kinder in Lichtringhausen anmelden",
erklärte der Bürgermeister. Daraufhin berechneten Martina Eckert
und Elisabeth Hein-Schmidt, dass, selbst wenn alle Schüler angemeldet
würden, sich die Schließung der Schule nur um maximal zwei Jahre
hinauszögern würde. Ein Anwohner ging sogar so weit, dem Bürgermeister
zu unterstellten, dass er mit diesem "Urteil" die Schule zu schließen
den Todesstoß für Lichtringhausen und Neuenhof gegeben habe.
"Erst verschwindet der Einzelhandel, dann die Schule. Wird als
nächstes die Kirche geschlossen?", prangerte er an. Mit dieser
Entscheidung würden ganze Landstriche veröden. Daraufhin schaltete
sich sogar Pastor Josef Vorderwülbecke in die Diskussion ein:
"Wenn mehr Menschen sonntags zum Gottesdienst kommen, dann wird
die Kirche auch nicht geschlossen." Der Geburtenrückgang in
den kleineren Dörfern werde noch zu ganz anderen Veränderungen
führen, die sich heute noch nicht abzeichnen würden, vermutete
Hilleke. Für ihn stehe nun im Vordergrund, die Schüler so in
andere Schulen in der Umgebung zu verteilen, dass durch den Schulwechsel
keine Nachteile entstünden. So sollen einige Klassenverbände
- wie die Drittklässler - die nach dem Schuljahr Empfehlungen
für weiterführende Schulen erhalten, möglichst zusammenbleiben.
Großes Bedenken äußerten die Betroffenen aber auch, dass die
Busverbindung nach Attendorn oder in das Oestertal sehr zu wünschen
übrig lasse. "Wenn der Bus in Neuenhof und Lichtringhausen ankommt,
ist der schon voll", beschwerten sich die Eltern. In diesen Bus
könne man keine kleinen Kinder einsteigen lassen. Der Bürgermeister
versuchte zu erklären, dass auch die Stadt Attendorn erst mit
dieser Situation neu konfrontiert wurde: "Für uns ist das die
erste Schule, die wir schließen müssen." Er könne zwar nicht
erklären, wie sich die Situation verbessern lasse, weil jetzt
die Verhandlungen mit der MVG beginnen werden. Aber er versprach,
dass er alles daran setzen werde, um für einen sicheren Schulweg
der Kleinen zu sorgen. "Und diese Schule bleibt auch nicht die
letzte, die wir in Attendorn schließen müssen", blickte Bürgermeister
Wolfgang Hilleke sorgenvoll in die Zukunft. ■ ag Die Betroffenen
hielt es nicht mehr auf ihren Stühlen. Wutentbrannt ließen sie
ihrem Ärger über die Schließung der Schule freien Lauf. Auch
bei Wolfgang Hilleke, Bürgermeister der Stadt Attendorn, kochten
die Emotionen am Mittwoch Abend in der Lichtringhauser Schützenhalle
hoch. Er versuchte mit seinen Mitarbeitern fast zehn Wochen lang
die Schule vor dem Aus zu retten - letztlich erfolglos.
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Prüß-Filme im Doppelpack und ein dritter Film in Arbeit
Plettenberg im Doppelpack
heißt es am 13./14. März im Weidenhof-Kino, wenn Filmemacher
Georg Prüß dort seine beiden Filme "Plettenberg - Kleinod im
Sauerland" und "Plettenberg mittendrin" vorführt. PLETTENBERG
■ "Die Vorführungen beginnen am Samstag und Sonntag jeweils
um 11 Uhr und es werden beide Filme nacheinander gezeigt", sagt
Prüß, der damit knapp 200 Plettenberger Bürgern noch einmal die
Gelegenheit bietet, den Zusammenschnitt historischer Filmaufnahmen
zu sehen. Die Karten kosten pro Vorstellung - am Samstag,
13. März um 11 Uhr und am Sonntag, 14. März, um 11 Uhr - jeweils
sieben Euro. Verkauft werden die Karten am kommenden Montag,
8. März, ab 16 Uhr im Weidenhof-Kino. Im ersten Film "Plettenberg
- Kleinod im Sauerland" werden Aufnahmen aus den Jahren 1930
bis 1940 gezeigt - um 13 Uhr folgt dann der zweite Prüß-Film
"Plettenberg mittendrin". Dabei geht es um die Jahre von 1940
bis 1959. Der Erlös aus dem Doppel-Filmwochenende wird auch
diesmal von Georg Prüß wieder der Plettenberger Tafel zur Verfügung
gestellt. Nachdem die beiden ersten Filme bereits zu echten
Publikumsrennern gerieten und mehr als ein Dutzend ausverkaufte
Vorstellungen nach sich zog, arbeitet der Hobby-Filmemacher Georg
Prüß in seinem "Hechmecke-Studio" bereits an einem dritten Teil,
der dann die Jahre von 1959 bis 1967 filmisch beleuchtet. Der
Titel lautet "Plettenberg im Wandel der Zeit". Die noch unvertonte
Fassung ist bereits 100 Minuten lang und soll bis April fertiggestellt
werden. ■ ged
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25 Jahre TV Jahn-Kanuten: Am Anfang stand ein Kenterlehrgang
PLETTENBERG
■ Kurzfristig ergänzt wurde die Tagesordnung der Jahresahauptversammlung
des TV Jahn Plettenberg um einen besonderen Programmpunkt: Das
Jubiläum der Kanu-Abteilung. Seit 25 Jahren wird im TV Jahn offiziell
der Kanusport betrieben. Abteilungsleiter Jens Barwich erinnerte
in Wort und Bild an die Anfänge und gab einen Einblick in das
durchaus anspruchsvolle Trainings- und Fahrtenprogramm.
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Generationenwechsel: Viele jüngere Gäste in Pappkiste
Ein breit gefächertes Angebot, zahlreiche Neuerungen, ein
ganzer Schwung junger Besucher und ein funktionierender Förderverein.
Im Herscheider Jugendzentrum weht ein frischer Wind.
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Ersten Matchball vergeben
HERSCHEID ■
Die Entscheidung über Platz eins in der Volleyball-Bezirksliga
ist vertagt. Spitzenreiter TV Grünenthal konnte am Samstag seinen
ersten Matchball nicht nutzen und verlor in Schalksmühle gegen
Verfolger Fichte Hagen mit 1:3 (23:25, 21:25, 25:22, 18:25).
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Spanien-Team Sieger beim Badminton-Familientag
HERSCHEID ■ Zum
zwölften Mal in Folge richtete der BC Herscheid in der Rahlenberg-Sporthalle
einen Familien- und Schnuppertag aus, zu dem mehr als 60 Neugierige
gekommen waren.
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Das Ende eines Erfolgs-Geschäftes
Gegen Heike Fuchs ist das Insolvenzverfahren
wegen Zahlungsunfähigkeit eröffnet worden. Die Herscheiderin
hatte einst erfolgreich ein Reisebüro samt Schreibwarenladen,
Post-Schalter und Lotto-Annahmestelle im Dorf betrieben; seit
knapp einem halben Jahr sind die Geschäfte jedoch geschlossen.
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Testspiel als Muster ohne Wert
HERSCHEID ■ Der erste Test
für den TuS Herscheid im fast schneefreien Stadion drohte am
Mittwoch angesichts sechs Herscheider Ausfälle zu einem Muster
ohne Wert zu werden. Es fehlten Gerke (Urlaub), Sarna (erkrankt),
Stute (verletzt), Meißner (verhindert), Juri Schneider und Rückkehrer
Cordt (beide Schicht).
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Pfarrhaus verkauft, aber nicht das
Grundstück in Dorfwiesen
Es tut sich etwas in der evangelischen
Kirchengemeinde. Trotz finanziell schwieriger Zeiten konnten
zuletzt zukunftsweisende Entscheidungen getroffen werden, die
für Zuversicht sorgen.
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Große Tunnelparty wird dieses Jahr steigen
"Plettenberg kann sich echt sehen
lassen" - Das war der Tenor am Mittwochabend bei der Jahreshauptversammlung
des Stadtmarketings. Denn gerade in den Frühlings- und Sommermonaten
ist viel los in der Vier-Täler-Stadt, haben die Mitglieder des
Stadtmarketings einiges "in petto". PLETTENBERG ■ Wir bieten
heute schonmal einen Überblick über das erste Halbjahr. Eins
vorweg: Das Highlight des Jahres dürfte ohne Zweifel die große
Tunnelparty mit DJ-Musik und großem Programm sein. Die Planungen
dafür laufen auf Hochtouren. Bereits abgeschlossen ist die
Beteiligung an der Reisemesse in Essen. Hier habe sich die Vier-Täler-Stadt
auch mit Unterstützung des Freizeitbades AquaMagis hervorragend
dargestellt, sagte Vorsitzender Uwe Nahrgang bei der Versammlung.
"Es kamen viele Gäste an unseren Stand. Alle wollten wissen,
was es mit der Stadt, mit der Umgebung, mit den Attraktionen
und Einrichtungen auf sich hat". Ein Wert, der sich definitiv
sehen lassen könne, so Uwe Nahrgang. ■ Frühlingsgruß als
Wertschätzung Was bei den Bürgern in den letzten Jahren bereits
für Freude gesorgt hat, soll auch in diesem Jahr weitergeführt
werden: Der Frühlingsgruß. Sowohl in Eiringhausen (am 19. März)
als auch in der Plettenberger Innenstadt (am 21. März) sollen
die bunten Blumen an die Passanten verteilt werden. "Dadurch
fühlen sich die Kunden ernst genommen und wertgeschätzt", stellte
Stadtmarketing-Geschäftsführerin Isabell Nonne bei der Versammlung
fest. Doch es geht nicht nur um den Gruß als solchen: An den
Tagen ist dann auch jeweils verkaufsoffener Sonntag. Im Mai
wird dann "Plettenbergs Talent" gekürt. Derzeit laufen die Vorentscheide
beim Wettbewerb "P-Talent". Der Talentwettbewerb für Kinder
und Jugendliche läuft seit Januar und ging über Februar, jetzt
im März weiter und endet mit einer großen Finalshow im Mai /
Juni. Am kommenden Montag geht es zunächst weiter, mit einem
Vorentscheid im Gymnasium. In zwei Wochen gibt es denn Wettbewerb
dann an der benachbarten Realschule. Isabell Nonne zeigte sich
beeindruckt von der Leistung der jungen Künstler. "Es ist erstaunlich,
was die alles auf die Beine stellen. Das ist einfach klasse -
auch für die Stadt." Denn es sei angedacht, das "P-Talent" dann
auch in Nachbarstädte zu entsenden und auch Auftritte bei der
Plettenberger Woche und beim P-Weg zu ermöglichen. Das Straßenfest
in der unteren Wilhelmstraße im Mai des letzten Jahres war laut
Aussage von Isabell Nonne "ein Riesenerfolg", wird aber in diesem
Jahr wohl nicht durchgeführt. Der Vorstand ließ durchblicken,
dass es wohl offenkundige Diskrepanzen unter den Einzelhändlern
bzw. Gastronomen gibt. Das Straßenfest ist in diesem Jahr also
hinfällig. ■ "In der Stadt ist richtig was los" Zu allgemeinem
Unmut, der sich ab und zu bei den Bürgern rege, weil in Plettenberg
nichts los sei, sagte Vorsitzender Uwe Nahrgang: "Wir sind hier
in Plettenberg, nicht in Köln - in der >Hochsaison< ist jedes
Wochenende unter dem Stephansdachstuhl was los. Damit können
wir uns absolut sehen lassen." Das konnte auch Bürgermeister
Klaus Müller, der ebenfalls bei der Hauptversammlung anwesend
war, nur bestätigen. Alles andere in den Schatten stellen
aber dürfte aber die große Tunnelparty, die für dieses Jahr geplant
ist. Der Landesbetrieb Straßen.NRW als "Aufsicht" des Hestenbergtunnel
habe bereits sein grundsätzliches Einverständnis gegeben, sagte
Isabell Nonne bei der Versammlung. Im April sollen aber noch
Gespräche mit Bürgermeister Klaus Müller, Vertretern des Ordnungsamtes,
des Stadtmarketings sowie Verantwortlichen der Tunnel-Leitzentrale
geführt werden. Klar ist aber, dass es in diesem Jahr keine
Live-Band geben wird. Im Jahr 2006, bei der ersten und bisher
einzigen Tunnelparty kurz nach der Eröffnung der Westtangente,
hatte noch die Band "MASH" gespielt. Die hätte aber leider kaum
das Publikum erreicht, so Isabell Nonne. Nicht den Musikgeschmack
betreffend, sondern die Akustik. Im Tunnel habe sich der Klang
der Musik einfach verloren. Aber ohnehin sei die Veranstaltung
vor vier Jahren eine andere Klasse gewesen, sagte die Geschäftsführerin
des Stadtmarketings. "Damals kannte noch keiner den Tunnel, alle
waren heiß darauf, ihn >von innen< zu sehen und ihn zu betreten.
Dieser besondere Charakter ist natürlich nicht mehr da." Im Jahr
2006 kamen statt der geplanten 2 000 Besucher rund 6 000 Gäste,
um sich im und am Tunnel an Livemusik und einem besonderen Programm
zu erfreuen. In diesem Jahr rechnet das Stadtmarketing wieder
mit 2 000 Besuchern. Aufgrund der "verlorenen Akustik" im
Tunnel ist es für dieses Jahr geplant, einen oder mehrere DJ's
für die Tunnelparty zu begeistern. Mit spezieller Technik solle
dann dafür gesorgt werden, dass der Klang überall gut verbreitet
wird. Außerdem sollen alle sechs Plettenberger Schützenvereine
bei dieser Veranstaltung mit im Boot sitzen. Der Erlös aus der
Tunnelparty soll dann sowohl dem Stadtmarketing als auch den
Schützenvereinen zu Gute kommen. Außerdem sei für dieses Jahr
die Beteiligung an der Veranstaltung "Wir bauen Brücken - der
Tag für alle" (16. Mai) geplant. Zudem soll es im Juni/Juli ein
"Sommernachts-Shopping" in der Innenstadt geben sowie einen Schaufensterwettbewerb
zur Fußballweltmeisterschaft, ebenfalls im Juni /Juli. Bei
den Wahlen wurde der gesamte Vorstand bestätigt. Vorsitzender
ist weiterhin Uwe Nahrgang, er wird von einem schlagkräftigen
Team, das kreativ sei und motiviert ist, auch in diesem Jahr
viel für die Stadt Plettenberg zu leisten, hieß es. ■
fa Der neue und alte Vorstand des Stadtmarketings: Vorsitzender
Uwe Nahrgang (3. v. rechts), stellvertretender Vorsitzender Oliver
Prinz (5. v. links), Schriftführer Michael Bohnes (5. v. rechts),
Schatzmeister Wolfgang Ising (vor ne) sowie den Beisitzern
Claus Hegewaldt, Michael Henke, Thomas Lipps, Annette Schulte-Tengler,
Michael Wach, Jens Lohmann und Christian Rentrop. Auf dem Bild
fehlt die stv. Vorsitzende Christiane Holzmann. ■ Foto:
Ahlers
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Gut! 30,4 Mio. Euro sind Rekordgewinn für Sparkasse
"Einen besseren Bilanzgewinn hat es nie gegeben", sagte Vorstandsvorsitzender
Robert Lützenkirchen gestern bei der Bilanzpressekonferenz der
Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis. Und angesichts seines
bald bevorstehenden Abschieds als Vorstandsvorsitzender im Juni
2010 fügte er hinzu: "Man hat das Gefühl, dass man ein gut bestelltes
Haus hinterlässt." PLETTENBERG ■ Daran ist nicht zu zweifeln,
wenn man die Zahlen betrachtet, die gestern in der Hauptstelle
Am Umlauf vorgelegt wurden. So erwirtschaftete das heimische
Geldinstitut einen Gesamtüberschuss in Höhe von 30,4 Mio. Euro.
Für Wertberichtigungen, Vorsorgeaufwendungen und für die "Stille
Reserve" wurden insgesamt 19,8 Mio. Euro verwendet. Weitere vier
Mio. Euro wurden an Gewerbe- und Körperschaftssteuer fällig und
2,2 Mio. Euro flossen in den "Fond für allgemeine Bankenrisiken".
Als Bilanzgewinn nach Steuern verblieb somit immer noch ein stolzer
Betrag in Höhe von 4,4 Mio. Euro - mehr als fünf Mal so viel
wie im Jahr 2008 (800 000 Euro). Von diesem Bilanzgewinn profitieren
auch die Städte im Verbreitungsgebiet der Vereinigten Sparkasse.
So erhält die Stadt Plettenberg rund 900 000 Euro von der Sparkasse
- im Jahr zuvor waren es gerade einmal 75 000 Euro. Doch wie
erklärt sich der laut Lützenkirchen wohl "einmalige" Rekordgewinn?
Knapp die Hälfte des Gewinnes habe man durch "flankierende
Finanzmarktgeschäfte" erzielt. Im Klartext: In der Wirtschaftskrise
lieh sich die Sparkasse bei der Europäischen Zentralbank 600
Mio. Euro und legte diese zu einem sehr guten Zinssatz fest.
"Von November 2008 bis Juni 2009 haben wir dann von den stark
bröckelnden Zinsen profitiert und letztlich einen Gewinn in Höhe
von 15 Mio. Euro erzielt", erklärte Vorstandsmitglied Walter
Scholle. Die 600 Mio. Euro habe man schließlich wieder an die
Zentralbank zurückgezahlt, was auch die von 1,24 auf auf 1,82
Milliarden Euro gestiegene Bilanzsumme erkläre. Ebenfalls
ausschlaggebend für das sehr gute Betriebsergebnis war das Kreditgeschäft.
"In besonderem Maße im gewerblichen Kreditgeschäft beweist unsere
Sparkasse als starker Partner des Mittelstandes seit Jahren Zuverlässigkeit
und Souveränität. Im Zuge der Finanzkrise ist eine ruhige Hand
hierfür unabdingbare Voraussetzung", so der Vorstand. Dabei
habe es aufgrund der Wirtschaftskrise keine Beschränkungen gegeben:
"Wirtschaftlich sinnvolle Investitionen scheitern nicht an einer
Finanzierung - für die Kunden der Vereinigten Sparkasse im Märkischen
Kreis gibt es keine Kreditklemme", betonte Robert Lützenkirchen.
Alles in allem sei die Kreditnachfrage nach wie vor ungebrochen
hoch. So habe die Sparkasse im Jahresverlauf ihren Kunden insgesamt
rund 163 Mio. Euro neue Kreditmittel zusagen können - das sind
36 Millionen oder 28,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Mitentscheidend
für das gute Ergebnis war auch "ein um 60 Prozent gestiegener
Zuwachs bei der Vermittlung von Provinzial-Versicherungen", freute
sich Walter Scholle. Die Abteilung sei neu organisiert worden
und man habe es verstanden, den Kunden im Rahmen einer umfassenden
Finanzplanung sinnvolle Komplettlösungen anzubieten. Ganz
allgemein habe das Sicherheitsdenken bei den Anlegern in den
Krisenzeiten klar Vorrang. "Vor zwei Jahren war Bodenständigkeit
langweilig - jetzt sind sichere Anlagen gefragt", betonte Vorstandsmitglied
Kai Hagen, der im Juli als Nachfolger von Robert Lützenkirchen
neuer Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Sparkasse wird. "Hoch
im Kurs standen bei Anlegern kurzfristig verfügbare Einlagen
sowie das traditionelle Spargeschäft, deren Bestand sich 2009
um 244 Millionen Euro gesteigert haben", sagte Hagen, der mit
Lützenkirchen einer Meinung war, dass "das Jahr 2009 für uns
trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein sehr erfolgreiches
Jahr war." ■ ged Die Übersicht zeigt, wie sich der
Überschuss der Sparkasse aufteilt. ■ Grafik. A. Goniwiecha
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Sieg gegen Primus lässt Ligaerhalt näher rücken
Die erste Mannschaft der Schachvereinigung
Plettenberg ist dem Klassenerhalt in der Verbandsliga einen wichtigen
Schritt näher gekommen. Sie feierte am Sonntag einen verdienten
5:3-Sieg gegen den Tabellenführer SV Sundern.
-->
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Kinder suchen nach Stöberstellen
Sie sind jung, neugierig und wollen die Berufswelt
kennenlernen. Doch die Herscheider Drittklässler stehen vor einem
Problem: Noch haben sie nicht genug Betriebe gefunden, die sich
am Stöbertag beteiligen.
-->
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Haushaltsplan treibt der CDU Tränen in
die Augen
In mehreren Sitzungen hat sich die CDU mit dem Haushaltsplan
auseinandergesetzt. Gravierende Mängel wurden nicht festgestellt.
Dennoch sind die CDU-Mitglieder mit dem Zahlenwerk alles andere
als zufrieden.
-->
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Kein Sozialpass für Herscheider Bürger
Als zusätzliches bürokratisches
Instrument betitelte Bürgermeister Uwe Schmalenbach den Sozialpass.
Der Aufwand, den ein solcher Ausweis mit sich bringe, sei für
Gemeinde und Antragsteller zu groß. Auch der Sozialausschuss
stimmte gegen die Einführung des Passes.
-->
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Hallenboden komplett erneuert und in ein Schulpferd investiert
PLETTENBERG ■ "Es gibt nichts schlimmeres als ewig lange
Jahreshauptversammlungen." Das findet Gerhard Junior, der Vorsitzende
des Reit- und Zuchtvereins Plettenberg (RZV) schon lange.
-->
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>Fahren Sie doch einfach mit Ihrem Wagen!<
Hitzige Wortgefechte
bestimmten gestern die Sitzung des Stadtrates, als es um die
Verabschiedung des Haushaltes ging, der letztlich gegen die Stimmen
der CDU abgesegnet wurde. Insbesondere CDU-Fraktionschef Heiko
Hillert musste sich nach seiner Haushaltsrede viel Kritik gefallen
lassen.
-->
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Schuliers-Elf jetzt mit glänzenden Aufstiegschancen
Mit 0:4 hatten
sie das Hinspiel verloren, sich im Spätherbst mit einer 0:1-Niederlage
beim ansonsten punktlosen Tabellenletzten BC Eslohe blamiert.
Doch nach dem 12. Spieltag der Bezirksliga haben die B-Junioren
des TuS Plettenberg plötzlich ausgezeichnete Chancen, den Sprung
in die Landesliga zu schaffen.
-->
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"P-Weg-Team hat nach zahlreichen erfolglosen Gesprächen noch
eine Alternativ-Strecke gefunden"
Die Entscheidung ist gefallen und die Zukunft
des P-Weg-Wochenendes gesichert. Wie es dazu kam, erklärt das
P-Weg-Team in folgender Stellungnahme:
-->
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Harsche Kritik an der städtischen Kämmerin übte Carsten Hellwig
in seiner Haushaltsrede. In den nachträglich eingereichten Unterlagen
zum Haupt- und Finanzausschuss habe in der Zusammenfassung der
Position Schulschwimmen ein Betrag in Höhe von 1 137 526 Euro
gestanden. PLETTENBERG ■ "Im Laufe des Haupt- und Finanzausschusses
habe ich dann einmal den Mut gefasst und nachgehakt, warum denn
unser Schulschwimmen so teuer geworden wäre? Anstelle von 1,1
Mio. Euro sollten hier 68 000 Euro stehen." Auch die CDU habe
einen Summenübertragungsfehler gefunden. "Das geht gar nicht.
Fehler können passieren, aber wir werden nicht einmal vor Beginn
der Sitzung auf so eine Differenz hingewiesen", kritisierte Hellwig
und fügte hinzu: "Wir reden hier nicht nur über eine Differenz
von 3,50 Euro! Hier geht es ja auch nicht um einen Zahlendreher,
sondern um eine äußerst erstaunliche Zahl, die irgendwo herkommt."
Bürgermeister Klaus Müller nahm Kämmerin Andrea Vollmer in
Schutz. Angesichts von 17 Stelleneinsparungen seit 2004 sei irgendwann
die "Schmerzgrenze erreicht - und dann passieren Fehler."
Die Kämmerin habe noch unmittelbar vor der Sitzung die aktuellsten
Zahlen eingepflegt und im Excel-Programm eine Summierung vergessen.
"So etwas passiert schon mal, das ist menschlich. Entscheidend
ist, was hier heute auf dem Tisch liegt", so Müller. ■
ged
"Wir reden nicht über Differenz von 3,50 Euro"
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TV Jahn erzielt neue Saisonbestleistung
PLETTENBERG ■ Im Vorjahr hatte die KTV
Dortmund noch hauchdünn das bessere Ende für sich, siegte in
Böddinghausen mit 204,65:204,45. Damals wurden die Gerätepunkte
geteilt (6:6) - am vergangenen Samstag hatten die Turner des
TV Jahn Plettenberg am Ende nichts dagegen, dass die Dortmunder
diesmal in dieser Unterwertung mit 7:5-Zählern vorn lagen. Der
Grund ist einleuchtend: Die Gesamtpunktzahl sprach am Samstag
im Landesleistungszentrum eindeutig für die Riege von Trainer
Jan Gleitze. Mit 213,50:209,90 revanchierte sich der TV Jahn
nachdrücklich für die knappe Niederlage im Februar 2009. 213,50
Punkte sind in der Staffel Süd der WTB-Landesliga neuer Saisonrekord.
Die bisherige Bestmarke hielt Spitzenreiter TV Wanheimerort mit
209,55 - der TV Jahn übertraf diese Leistung um nahezu vier volle
Punkte. An allen sechs Geräten gab es mehr als 30 Punkte, am
Boden kratzten Kaufmann, Rentrop und Schüßler mit 39,45 Zählern
sogar an der magischen 40-Punkte-Marke. Schon an diesem ersten
Gerät verschafften sich die Plettenberger den vorentscheidenden
Vorsprung von 4,55 Punkten, bauten die Führung nach der Niederlage
am Seitpferd und den geteilten Ringen beim Sprung sogar noch
auf 4,80 Punkte aus. Konnte die KTV das Blatt im Vorjahr am Reck
noch wenden, so gelang dies den Dortmundern diesmal nicht. Nur
1,15 Punkte holten sie noch auf. Mann des Tages beim TV Jahn
war fraglos Sebastian Rentrop, der sich gegenüber dem Heimwettkampf
gegen Lünen/Ergste an allen vier Geräten steigern konnte - am
Reck um 1,15 Punkte. Markus Kaufmann war mit 65,05 Punkten erneut
bester Einzelturner des Nachmittags, kam allerdings auch sechsmal
zum Einsatz, wobei er am Seitpferd und an den Ringen das Streichresultat
lieferte. Philip Schüßler, der wie gewohnt am Sprung pausieren
durfte, erturnte an fünf Geräten 59,50 Punkte, was einem Durchschnitt
von 11,90 Punkten entspricht. Erneut konnte der TV Jahn in
Dortmund das Fehlen von zwei Turnern kompensieren. Neben Julian
Heidrich fiel auch Björn Gödde wegen eines Lehrgangs aus. Ihn
ersetzte am Sprungtisch Jonas Mergehenn, der damit erstmals an
zwei Geräten turnen durfte. Und auch Maurice Ditten erhielt wieder
seine Chance. Am Reck verbesserte er sich gegenüber seinem Debüt
immerhin um drei Zehntel. Nachdem Wanheimerort das Spitzenduell
der dritten Runde in Kierspe gewonnen hat, hat der TV Jahn nun
sogar Aussichten auf den zweiten Platz. Voraussetzung dafür ist
allerdings, dass am 13. März erneut eine Revanche gelingt. Dann
müssen die Plettenberger zum Lenne-Volme-Derby beim TV Kierspe
antreten. ■ mj Die Ergebnisse: 3. Wettkampftag KTV Dortmund
- TV Jahn Plettenberg 209,90:213,50 (7:5) Boden 34,90:39,45 (0:2) Philip
Schüßler 12,90; Sebastian Rentrop 13,05; (Jonas Mergehenn 11,00);
Markus Kaufmann 13,50 Pauschenpferd 34,45:33,30 (2:0) Jan Wicker
11,50; (Kaufmann 6,90); Schüßler 10,30; Julian Gebhardt 11,50 Ringe
35,25:35,25 (1:1) Rentrop 11,05; (Kaufmann 10,10); Wicker 11,50;
Schüßler 12,70 Sprung 36,20:37,60 (0:2) Dennis Gödde 12,50; (Mergehenn
10,85); Kaufmann 12,00; Rentrop 13,10 Barren 37,20:37,15 (2:0) (Gebhardt
11,10); Kaufmann 12,05; Wicker 12,00; Schüßler 13,10 Reck 31,90:30,75
(2:0) Rentrop 9,75; (Maurice Ditten 8,20); Schüßler 10,50; Kaufmann
10,50 TSV Kierspe - TV Wanheimerort 203,35:204,60 (8:4) VfL Gevelsberg
- TV Gleidorf 189,80:196,45 (2:10) 1. TV Wanheimerort3 623,55
20:16 6:0 2. TSV Kierspe3 619,30 28: 8 4:2 3. TV Jahn
Plettenberg3 629,45 23:13 4:2 4. TV Gleidorf2 381,20 10:14
2:2 5. KTV Dortmund3 611,95 21:15 2:4 6. VfL Gevelsberg2
370,35 4:20 0:4 7. SG Lünen/Ergste2 385,00 2:22 0:4
Nächster Wettkampftag 13. März TSV Kierspe - TV Jahn Plettenberg TV
Gleidorf - KTV Dortmund 14. März SG Lünen/Ergste - VfL Gevelsberg
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Schwimmverein Plettenberg aktiv wie selten zuvor
Zwei
Wochenenden - drei Wettkämpfe, davon einer in Niedersachsen mit
zwei Übernachtungen und einen Sportassistentenlehrgang. Das
war das Pensum des Schwimmverein Plettenberg in der zweiten Hälfte
des Februars.
-->
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Flieger zufrieden: Unfallfreier Flugverkehr >Auf der Endert<
Auf ein erfolgreiches Jahr kann der MSC Plettenberg zurückblicken.
Bei der Jahreshauptversammlung in der Gaststätte "Haus Elsetal"
erinnerten sich am Freitag über 20 Mitglieder an tolle Wettbewerbe
und einen reibungslosen Flugbetrieb auf dem Modellflugplatz "Auf
der Endert". PLETTENBERG ■ Einzig der Tag der offenen Tür
sorgte für einen kleinen Wehrmutstropfen. Leider ließen sich
hierbei nur wenige Besucher sehen, sodass der Aufwand in keiner
Relation steht. Aus diesem Grunde wird man in diesem Jahr auf
diese Veranstaltung komplett verzichten. Die Mitglieder hingegen
zeigten sich sehr oft auf der Anlage. Bei zahlreichen Wettbewerben
konnten die Piloten ihr Können unter Beweis stellen. Die eindrucksvollsten
Manöver boten Maik Gottwald (Motorflug-Wettbewerb), Walter Listringhaus
(RC-IV-Wettbewerb), Jens Kortmann (Dauerflug-Wettbewerb) und
Fred Gesatz (Elektroflug-Wettbewerb). Bei den Vereinsmeisterschaften
konnte sich Hans-Jürgen Pistora durchsetzen. Er verwies Jens
Kortmann und Walter Listringhaus auf die Plätze zwei und drei.
Alle Sieger durften sich am Freitagabend über Pokale und Urkunden
freuen. Der einstimmig wiedergewählte Vorstand freut sich
zusammen mit seinen Mitgliedern auch auf die kommenden spannenden
Wettbewerbe. Der Motorflug-Wettbewerb am 1. Mai und die Vereinsmeisterschaften
im Segelflug am 27. Juni sind bereits in den Terminkalender eingetragen.
Hinzu kommen im Rahmen der Aktion "Saubere Stadt" ein Arbeitseinsatz
auf der Endert am 24. April sowie ein Elektro-Kunstflug-Tag mit
anschließender Grillfete am 28. August. Der Terminkalender
ist also dicht gespickt, wird aber durch weitere Arbeitseinsätze
ergänzt. So muss die Schutzhütte renoviert werden. Ebenfalls
sollen sowohl der Sicherheitszaun als auch der Zaun um das Fluggelände
erneuert werden. Beide Absperrungen litten unter Vandalismus
und dem langen Winter. Kurzum, für die Mitglieder gibt es eine
Menge zu tun. ■ sk Bei der Jahreshauptversammlung in der
Gaststätte "Haus Elsetal" wurden am Freitag die Mitglieder ausgezeichnet,
die bei den Vereinsmeisterschaften im letzten Jahr die beste
Leistung zeigten. ■ Fotos: S. Klingschat Vorsitzender
Werner Mandera wurde wiedergewählt.
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Die Freude bei den P-Weg-Teilnehmern dürfte groß sein, denn das Marathonwochenende hat wieder eine Zukunft.
"Plan B": P-Weg-Wochenende jetzt auf neuer
Teilstrecke
Das P-Weg-Marathonwochenende ist gerettet und
findet vom 10. bis 12. September-Wochenende statt. Nach monatelangen
Verhandlungen hatten viele schon die Hoffnung aufgegeben, doch
dann ging alles ganz schnell. PLETTENBERG ■ Es sollte der
letzte Versuch von Bürgermeister Klaus Müller sein, die verhärteten
Fronten in Sachen P-Weg aufzubrechen, als er sich mit Neuenrades
Bürgermeister Klaus-Peter Sasse, Dr. Christoph Freiherr von Wrede,
Forstverwalter Wilhelm Deitert und Jagdgenosse Hans Pingel im
Rathaus traf. Am Abend zuvor hatte das P-Weg-Team getagt und
und sich drauf geeinigt, "Plan B" aufzugreifen. Dieser Alternativplan
sieht eine Abfahrt von der ursprünglichen P-Weg-Route durch die
Ortschaft Blemke vor und führt dann über denn Lenne-Radweg nach
Hilfringhausen auf die bisherige P-Weg-Strecke. "Als ich den
Beteiligten diese Variante vorschlug, wurde Zustimmung signalisiert
und Bürgermeister Sasse gab grünes Licht für den auf Neuenrader
Gebiet liegenden Streckenabschnitt", freute sich Müller über
den gefundenen Kompromiss. Bei dem Streckenabschnitt handelt
es sich um einen früheren "Kirchweg", der von der Blemke nach
Affeln führt und ab der Neuenrader Stadtgrenze asphaltiert ist.
"Die schriftliche Einverständniserklärung soll in den nächsten
tagen unterzeichnet werden", betonte Müller. "In jedem Fall haben
wir jetzt eine Lösung und die Veranstaltung lebt. Darüber bin
ich sehr froh und danke auch der Stadt Neuenrade für ihre Mithilfe",
betonte Müller. Die Alternativroute, die im Vergleich zur
Ursprungsroute durch das Brüninghauser Tal wesentlicher länger
erscheint, muss im Detail noch besprochen werden. Klar ist aber,
dass man durch die Blemke in Richtung B236 abfährt, die Bundesstraße
in Höhe des Messingwerkes kreuzt, unter der Eisenbahnbrücke am
Bannewerth hindurchfährt und dann weiter über den Lenneradweg
in Richtung Hilfringhausen läuft, walkt, wandert oder fährt.
"Sicherlich ist das keine Traumstrecke für die Mountainbiker,
aber die Plettenberger können an der Straße parken und als Zuschauer
am Lennedamm das Geschehen direkt verfolgen", sagte Müller.
Ob und inwieweit im Bereich des Böddinghauser Feldes noch
"Extraprüfungen" eingebaut werden, ist nach den Worten von P-Weg-Organisator
Michael Schröder noch ebenso offen wie der Zeitpunkt der Anmeldung.
Denkbar sei die Öffnung der Anmeldung Ende April bzw. Anfang
Mai. Was das P-Weg-Team sonst noch zu dem Thema ausführt,
lesen Sie auf der 3. Lokalseite. ■ ged
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Spende und Erlös wird an die Strahlemaennchen übergeben
Nicht
nur über die Spende des Autohauses Auto & Allrad- Center
Busenius freuen sich die Organisatoren von Strahlemaennchen.de,
sondern auch, dass sie ihre Arbeit am Tag der offenen Tür am
6. und 7. März der Öffentlichkeit vorstellen dürfen. MEINERZHAGEN/PLBG.
■ Damit weiterhin Herzenswünsche krebskranker Kinder erfüllt
werden könne, übergab das Auto & Allrad-Center Busenius eine
Spende von 1 000 Euro an die Organisation Strahlemaennchen.de.
Das Treffen zur Spendenübergabe wurde auch gleich genutzt,
um organisatorische Details zum bevorstehenden Tag der offenen
Tür zu besprechen. "Wir freuen uns, dass wir bei Busenius wieder
einmal die Gelegenheit bekommen, unsere Arbeit der Öffentlichkeit
vorzustellen", erklärte Joanna Junge von Strahlemaennchen.de.
In diesem Jahr wird sie die Kinderbetreuung an dem Aktionstagen
übernehmen. Für den Tag der offenen Tür konnte man zudem noch
einen "Fernsehstar" verpflichten: Der RTL-"Supertalent"-Feuerkünstler
"Saraph" wird am Sonntag auftreten. An beiden Tagen des kommenden
Wochenendes wird von 11 bis 18 Uhr außerdem ein Programm für
große und kleine Leute angeboten. Die heimischen Showtanzgruppen
"Konfettis" und die "Ebbeflöhe" aus Valbert sowie die "Ihnetaler
Tanzmäuse" treten an beiden Tagen auf. Um sich auf die Fußball-Weltmeisterschaft
einzustimmen, können sich Besucher bei einem WM-Quiz beweisen
oder ermitteln, wie schnell ihr bester Schuss ist. Während sich
die Kleinen dann in der Hüpfburg oder beim Kinderschminken vergnügen,
können sich die Großen über die neuen Modelle Venga und Sorento
von KIA und den Peugeot 5008 informieren. Ein Infostand soll
zusätzlich über umweltfreundliche und preisgünstige Kraftstoff-Alternativen
wie dem Autogas informieren. Zugunsten der Strahlemaennchen.de
soll auch eine Tombola mit attraktiven Preisen veranstaltet werden.
Der Erlös wird dann der Organisation Strahlemaennchen.de übergeben.
Die Bewirtung an beiden Tagen übernimmt die Freiwillige Feuerwehr
Meinerzhagen, die nachmittags auch selbst gebackenen Kuchen anbieten
wird. "Wir haben auch in diesem Jahr versucht unser Programm
so zu gestalten, dass für die ganze Familie etwas dabei ist und
jeder einen kurzweiligen Tag bei uns verbringen kann", sagt Geschäftsführer
Ernst-Willi Busenius. Dank der großen Ausstellungshallen könne
die Veranstaltung wetterunabhängig durchgeführt werden. Schon
bei der Besprechung zum Tag der offenen Tür des Autocenter Busenius
wurde eine Spende von 1 000 Euro an die Strahlemaennchen überreicht.
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Brandschutz: An den Schulen besteht Nachholbedarf
Feuerschutz,
Einbruchschutz, Attraktivitätssteigerung. An Herscheids Schulen
wird sich in diesem Jahr einiges ändern müssen. Denn viele Maßnahmen,
die die Gemeinde tätigen wird, sind gesetzlich vorgeschrieben.
-->
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Kunstrasen: Unterbau kommt auf Prüfstand
HERSCHEID ■
Noch in diesem Jahr soll der Grundstein für den Kunstrasenplatz
am Müggenbruch gelegt werden. Eine genaue Untersuchung des Unterbaus
wird Aufschluss darüber geben, wie aufwendig die Arbeiten im
Müggenbruch werden.
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Dauereinsatz für Herscheider Wehr
Sturmtief "Xynthia" hat die Ebbegemeinde
am Sonntag zwischenzeitlich von der Außenwelt abgeschnitten.
Trotz eines mehrstündigen Dauereinsatzes der Feuerwehr waren
zahlreiche Straßen kurzzeitig nicht befahrbar.
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Herscheid hat ab sofort eine neue Pfarrerin
Den evangelischen Christen in Herscheid ist es
keineswegs egal, wer in Nachfolge von Pfarrer Michael Große auf
der Kanzel steht und das Evangelium verkündet. Die Apostelkirche
war am gestrigen Sonntag bis auf den letzten Platz besetzt und
selbst die Gesangbücher reichten nicht für alle Gemeindemitglieder,
als zu Beginn des Gottesdienstes Pfarrerin Inge Rethemeier ihre
Amtsschwester Katrin Hirschberg-Sonnemann aus Plettenberg als
zukünftige Inhaberin der zweiten Pfarrstelle in Herscheid vorstellte.
-->
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Keine Hochkaräter in der Börse
KREISGEBIET ■ Vor dem
Start in die Restspielzeit 09/10 gilt es, einen Blick in die
Personallisten der 16 südwestfälischen Landesligisten und auf
ihre Aktivitäten an der Winter-Spielerbörse zu werfen.
-->
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Timo Broichhaus jüngster Starter
RÖNKHAUSEN ■ Guter Resonanz
erfreuten sich am Samstag die kurzfristig angesetzten Ski-Dorfmeisterschaften
in Rönkhausen. Auf Habbels Wiese in der Glinge starteten 31 Skiläufer
(vier Frauen, zehn Männer, 17 Kinder) und 13 Rodler (neun Jungen,
vier Mädchen).
-->
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Rahlenbergschule gerettet: Grünes Licht für fünfte Klasse
Ein erfolgreicher
Tag für Bürgermeister Schmalenbach. Erst begrüßt er den Verkehrsminister
in seinem Büro. Und dann überbringt ihm der Regierungspräsident
diese erfreuliche Nachricht: Die Rahlenbergschule ist gerettet. HERSCHEID
■ Helmut Diegel, Präsident der Bezirksregierung Arnsberg,
hat persönlich entschieden, der Einrichtung einer neuen fünften
Klasse in Herscheid zuzustimmen. Dies teilte er Herscheids Bürgermeister
in einem Telefonat mit. Darin betonte Diegel, dass an der Rahlenbergschule
hervorragende Arbeit geleistet werde. Begründen lasse sich diese
Behauptung allein damit, dass 60 Prozent der Schulabgänger sofort
eine Lehrstelle finden. Dies sei eine im Landesvergleich überragende
Quote. Daher sei er sich sicher, dass es bis zum Schuljahresbeginn
nicht bei den bisher eingegangenen 16 Anmeldungen bleibt. Der
Regierungspräsident geht von einer höheren Anmeldezahl aus und
stimmte daher der Bildung der Eingangsklasse zu. Entsprechend
zufrieden reagierte Bürgermeister Schmalenbach: "Das ist ein
wirklich guter Tag für uns." Zwar liege ihm noch keine schriftliche
Bestätigung vor, diese sei aber für die nächsten Tagen versprochen.
Fürs Erste sei die Schule damit gerettet. Langfristig könne man
mit der Situation nicht zufrieden sein. "Wir müssen weiter an
der Schule und ihrer Attraktivität arbeiten", forderte Schmalenbach.
Enttäuschend seien für ihn vor allem die geringen Anmeldezahlen
von Kindern aus der eigenen Gemeinde gewesen. Wenn die Herscheider
diese Schule wirklich wollen, dann müsse sie auch entsprechend
genutzt werden. Hoch erfreut und erleichtert nahmen die Lehrer
die Entscheidung des Regierungspräsidenten auf. "Wo ist der Sekt?",
war der erste Gedanke des kommissarischen Schulleiters Manfred
Klose. Nach Tagen des Hoffens und des Bangens sei diese Nachricht
wie eine Erlösung aufgenommen worden. Die gute Zusammenarbeit
von Lehrern, Eltern, Schülern und der Gemeinde sei damit honoriert
worden. ■ dg Gestern morgen übergab Bürgermeister
Uwe Schmalenbach eine Unterschriftenliste der Eltern an den Landtagsabgeordneten
Bernd Schulte. Kurz darauf kam der erlösende Anruf des Regierungspräsidenten.
■ Foto: Goniwiecha
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Wolfsheimer macht weiter
Große Zweifel gab es schon seit Wochen nicht
mehr, am Mittwochabend fand nun das entscheidende Gespräch statt
- mit positivem Ergebnis: Landesligist TuS Plettenberg und Trainer
Tobias Wolfsheimer verlängern ihre Zusammenarbeit um eine weitere
Saison. PLETTENBERG ■ "Wir sind uns schnell einig geworden",
gibt Thomas Schneider, 2. Vorsitzender des TuS, den Gang der
Unterredung wieder. Von Vorstandsseite gab es ohnehin nie Bedenken,
denn, so Schneider: "Wir sind sehr zufrieden mit Wolfsheimers
Arbeit. Er hat aus den vorhandenen Möglichkeiten das Beste gemacht."
Für den Fall des Abstiegs in die Bezirksliga haben sich beide
Seiten zwar eine Option offen gehalten, die Übereinkunft
zu lösen, doch geht Schneider davon aus, dass es selbst dann
mit dem Iserlohner weiter geht. Anders
als im vergangenen Jahr, als es eine wahre Flut von Abmeldungen
gab, verlaufen auch die Gespräche mit den Spielern laut Schneider
positiv: "80 Prozent haben bereits zugesagt, bei einigen sind
nur noch Kleinigkeiten zu klären." Gehen wird Schneiders Sohn
Mark, der bekanntlich ein Jahr Pause von der Landesliga macht
und Spielertrainer des C-Ligisten TV Rönkhausen wird. Keine Zusage
gab es zudem von Angreifer Yasin Güzelcümbüs, dem Angebote aus
der Westfalenliga vorliegen sollen (Dröschede, Oestrich). "Doch
so ganz sicher ist es noch nicht, dass er geht", hält Schneider
die beruflich bedingte, nur bei 55 Prozent liegende Trainingsbeteiligung
des dribbelstarken Stürmers für ein Problem, in höheren Klassen
unterzukommen. Umworben war auch Mittelfeldspieler Hasan Dogrusöz,
hat aber am Dienstag seine Zusage gegeben. Bis auf den zur FSV
Werdohl wechselnden A-Junioren Dominik Bärwald bleiben auch alle
A-Junioren, die das Seniorenalter erreichen. Den Wechsel von
Jungjahrgang Falk Fischer zur FSV kann Schneider nicht nachvollziehen:
"Ihm hätte sicher ein weiteres Jahr in unserer A-Jugend gut getan,
zumal er dort momentan keinen Stammplatz hat. Spielpraxis auf
derart hohem Niveau wird er in Werdohl sicherlich nicht haben,
auch wenn er zum Landesligakader gehören sollte." Ein klares
Bekenntnis zur Fortsetzung der Zusammenarbeit gibt Schneider
auch für den Trainer der zweiten Mannschaft, Niko Douros, ab.
"Auch er macht seine Sache sehr gut." Mit Douros soll gesprochen
werden, wenn er seinen zurzeit laufenden B-Lizenzlehrgang absolviert
hat. ■ mj
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Jährlich 12540 Euro für Familienwiese
Als die Familienwiese
im Böddinghauser Feld vor gut zwei Jahren eingeweiht wurde, stritten
CDU und SPD über die Höhe der Baukosten von rund 93 000 Euro.
Dabei sind die fast zu vernachlässigen, denn Jahr für Jahr muss
die Stadt allein 12 540 Euro Pacht für das Gelände zahlen. PLETTENBERG
■ Empfänger des Geldes ist die AquaMagis GmbH. Für den
Bau des Freizeitbades war sie über einen Erbpacht-Vertrag in
den Besitz des Geländes gekommen. Für die Nutzung als Familienwiese
muss die Stadt nun jährlich 12 540 Euro zahlen - hinzu kommen
die normalen Unterhaltungskosten für die Pflege der Anlage. "Im
Nothaushalt ist jeder Betrag als Ausgabe schmerzlich", sagt Bürgermeister
Klaus Müller. Die Stadt müsse aber ihren vertraglichen Verpflichtungen
gegenüber der AquaMagis GmbH nachkommen - Kürzungen wie bei den
freiwilligen Leistungen für Vereine und Verbände seien hier nicht
möglich. Er wies darauf hin, dass auch mehrere städtische Bolzplätze
nur gepachtet sind und die Stadt dafür regelmäßig Geld zahlen
muss. Gänzlich gestrichen wird im neuen Haushalt der jährliche
Zuschuss für den privaten Kinderspielplatz in Dingeringhausen.
256 Euro hatte die Stadt dafür jährlich gezahlt. Dies könne jetzt
wegfallen, da die Kinder inzwischen erwachsen und keine neuen
Kinder nachgekommen seien, so Müller. Gleich 100 000 Euro jährlicher
Ersparnis soll die Schließung des städtischen Übergangswohnheimes
an der Ohler Straße einbringen. Die Asylbewerber sollen dezentral
in städtischen Wohnungen einquartiert werden. In der Sitzung
des Haupt- und Finanzausschusses fragte Bärbel Keiderling (Grüne)
nach, warum bei einer Aufgabe des Hauses nicht auch der Hausmeisterposten
und die Stelle der Betreuungskraft eingespart würden. Aufgrund
der stark zurückgegangenen Belegung des Heimes habe die Kraft,
die sich für die Bewohner um Anträge und ähnliches gekümmert
habe, "kaum noch Arbeitsanfälle" gehabt, erläuterte Bürgermeister
Müller. Sie sei jetzt in einem anderen Bereich der Verwaltung
tätig. Der Hausmeister sei in den städtischen "Hausmeisterpool"
übernommen worden - "hier hatten wir noch Bedarf". ■ gt
Rund 93 000 Euro hatte der Bau der Familienwiese gekostet -
seither muss die Stadt jährlich 12 540 Euro zahlen.
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In nur einem Jahr 40 Prozent mehr Arbeitslose
Nach dem deutlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit
im Januar, ist im Februar lediglich ein leichter Anstieg zu verzeichnen.
"Eine erfreuliche Entwicklung", so Thomas Helm, Vorsitzender
der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Iserlohn, "dämpft
doch der anhaltend strenge Winter den Aufschwung am Arbeitsmarkt." PLETTENBERG
■ Vergleichsweise günstig entwickelte sich die Arbeitslosigkeit
in Menden - dort stieg der Bestand an Arbeitslosen gegenüber
dem Vorjahresmonat um zwölf Prozent. Dem gegenüber steht die
Entwicklung in Plettenberg mit einer Zunahme von 40 (!) Prozent.
Die Arbeitslosigkeit ist hier von Januar auf Februar um 19 auf
1 566 Personen gestiegen. Das waren 449 Arbeitslose mehr als
vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen
Erwerbspersonen betrug im Februar 8,4 Prozent - vor einem Jahr
belief sie sich nur auf 6,0 Prozent. In keinem anderen Geschäftsstellenbezirk
des Märkischen Kreises gab es innerhalb eines Jahres einen solchen
Anstieg. Insgesamt meldeten sich im Bereich Plettenberg
276 Personen neu oder erneut arbeitslos - 31 mehr als vor einem
Jahr und gleichzeitig beendeten 255 Personen ihre Arbeitslosigkeit
(+45). Der Stellenbestand ist im Februar um 37 Stellen auf 161
gestiegen; im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 17 Stellen
mehr. Arbeitgeber meldeten im Februar 75 neue Stellen, 34 mehr
als vor einem Jahr. Anders als in Menden, wo die Arbeitnehmer
offenbar auch Angebote im weiteren Umkreis in Kauf nehmen, ist
die Flexibilität der Arbeitnehmer im Raum Plettenberg scheinbar
nicht ganz so stark ausgeprägt. Die Arbeitslosenquoten in
den einzelnen Geschäftsstellen im Überblick: ■ ged
Menden7,7 % Plettenberg8,4 % Kierspe8,6 % Werdohl8,7 % Altena8,9
% Kreisgebiet9,2 % Lüdenscheid9,7 % Iserlohn10,1%
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Endlauf ist Bühners Ziel
PLETTENBERG ■ Der Höhepunkt
in der für den Plettenberger Niklas Bühner recht kurzen Hallensaison
steht am Wochenende auf dem Programm: In der Karlsruher Europahalle
finden die Deutschen Leichtathletik-Hallenmeisterschaften statt.
Der Mittelstreckler im Trikot der SG Wenden hat sich für seine
Spezialstrecke, die 1 500 Meter, qualifiziert - wie 23 andere
Athleten auch. Damit werden Vorläufe erforderlich, sofern sich
nicht allzu viele Doppelstarter, die auch die Norm für die 800
oder 3 000 Meter erbracht haben, anders entscheiden und auf die
1 500 Meter verzichten. Anders als im Vorjahr in Leipzig, als
zwölf Läufer den Endlauf bestritten und Bühner ausgezeichneter
Sechster wurde, werden in Karlsruhe auf den dort vorhandenen
vier Bahnen nur zehn Finalteilnehmer zugelassen. Die Vorläufe
sind für Samstag, 10.50 Uhr, terminiert, der Endlauf findet am
Sonntag um 15.20 Uhr statt. Niklas Bühners Ziel ist natürlich
das Erreichen des Finales, wobei die Leistung von 2009, als der
Plettenberger im schnellsten Endlauf der letzten zehn Jahre eine
Zeit von 3:48 Minuten erzielte, nur schwer zu wiederholen sein
dürfte. Der Plettenberger, der bereits heute mit seinem Wendener
Vereinstrainer Egon Bröcher nach Karlsruhe reist, ist neben dem
Wattenscheider Christoph Loose nur einer von zwei Westfalen im
Feld der 1 500 Meter-Läufer und zählt vom Alter her (Jahrgang
1989) noch zu den jüngsten Teilnehmern in der Männerkonkurrenz.
Eine Woche nach den Titelkämpfen in Karlsruhe geht es bereits
ins Freie: In Stockach am Bodensee wird Bühner in der Staffel
der SG Wenden bei den Deutschen Crosslauf-Meisterschaften starten.
■ mj
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Beiträge schon bei weniger Einkommen fällig
Bisher war der Kindergarten-Besuch kostenlos,
wenn die Eltern jährlich weniger als 37 500 Euro verdienten.
Doch in Krisenzeiten braucht die Stadt mehr Geld: Künftig müssen
Eltern bereits ab einem Einkommen von 30 000 Euro Kindergarten-Beiträge
zahlen.
-->
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"Liebe auf den ersten Blick"
Von Michael Jeide PLETTENBERG ■ "Mein Ziel
ist es immer gewesen, irgendwann in einem Auto zu fahren, wo
ich nicht dauernd in den Rückspiegel gucken muss", sagt der Plettenberger
Motorsportler Bernd Hömberg. Solch ein Auto hat Hömberg seit
gestern: Im Autohaus Schauerte an der Bahnhofstraße holte er
sein Audi TT RS Coupé ab, um es in den nächsten Wochen auf den
Motorsporteinsatz vorbereiten zu lassen. Im Langstreckenpokal
auf dem Nürburgring will Hömberg das Fahrzeug bis zu Spitzengeschwindigkeiten
von 300 km/h treiben, die auf der Döttinger Höhe erreicht werden
können. Im Vorjahr "kroch" er mit seinem Peugeot mit vergleichsweise
schlappen 210 km/h über diesen Streckenabschnitt der legendären
Nordschleife - Austragungsort aller Läufe zum Langstreckenpokal.
Am gestrigen Tag fiel der Startschuss für das Projekt, ein
im Rennsport bislang neues Fahrzeug "ringtauglich" zu machen.
Umfangreiche technische Veränderungen sind dazu nötig, um die
Straßenversion des Audi in einen Boliden zu verwandeln, der die
enorme Beanspruchung in den vier oder sechs Stunden dauernden
Rennen auf dem Eifelkurs auch verkraftet. Bis auf Motor, Getriebe
und Lenkung wird sich das leuchtend weiße TT Coupé nahezu komplett
verändern. ■ Zwei weitere Fahrer stoßen noch hinzu Nachdem
Bernd Hömberg (48) dem Coupé nach dessen Verkaufsstart im Oktober
letzten Jahres sofort verfallen war ("Es war Liebe auf den ersten
Blick") gelang es, Stefan Schauerte, Verkaufsleiter des Autohauses
Schauerte, davon zu überzeugen, den Plettenberger bei seinen
Motorsportambitionen zu unterstützen. Mit Hilfe von Schauerte
gelang es, den Kontakt zur Quattro AG, der Motorsportabteilung
von Audi, zu knüpfen. Diese wird nun auch festlegen, wer gemeinsam
mit Hömberg den Audi TT ab Mai auf dem Nürburgring pilotiert.
Zwei weitere Fahrer sollen noch hinzustoßen. Saisonbeginn
ist zwar schon Ende März, doch bis dahin wird der Umbau nicht
abgeschlossen sein. Heute beginnt der Einbau eines Rennsportfahrwerks
bei der Firma H & R in Elspe, wo schon vor sechs Wochen mit
der Konstruktion begonnen wurde. Es folgt der Einbau einer Movit-Bremsanlage
mit 370 mm großen Bremsscheiben - die herkömmlichen reichen für
das Fahren im Grenzbereich nicht aus. Nach einem Motortuning
wird bei der Firma Sahler in Remscheid ein Überrollkäfig
eingeschweißt. Damit nicht genug: ATS Felgen, eine in Eigenbau
erstellte Auspuffanlage und ein Sicherheitstank verwandeln den
Audi TT weiter. Schlussendlich geht es an die Aerodynamik, die
Radaufhängung, die Elektrik - ja, selbst die Türen werden durch
leichtere Modelle ersetzt. Am Ende steht ein 420 PS starkes Rennfahrzeug
mit einem Einsatzgewicht von 1 120 Kilogramm. Mehrere Wochen
werden also noch ins Land gehen, bis das Rennsportcoupé getestet
werden kann. "Am dem 5. oder 6. Lauf werden wir konkurrenzfähig
sein", rechnet Bernd Hömberg, der hofft, das Fahrzeug Ende April
im endgültigen Zustand im Autohaus Schauerte öffentlich präsentieren
zu können. Das 24 Stunden-Rennen auf dem Nürburgring, Höhepunkt
jeder Langstreckensaison, wird er zwar in diesem Jahr verpassen,
aber 2011 soll der Audi dann auch rund um die Uhr den Eifelkurs
befahren. "Das Projekt ist langfristig angelegt", sagt Hömberg,
der es in seiner Wertungsgruppe in dieser Saison vor allem mit
Ford Focus und Volvo-Fahrzeugen zu tun bekommen wird. Das Audi
TT RS Coupé dürfte, weil im Rennsport neu, vermutlich zunächst
ein Einzelstück, damit aber auch ein besonderer "Hingucker" unter
den maximal 220 Teilnehmern am Langstreckenpokal bleiben.
Für all jene Motorsportfans, die es nicht beim bloßen Zuschauen
belassen wollen, bietet Bernd Hömberg einen besonderen Service
an. Zum Auftakt der Rennwochenende freitags nachmittags sind
Gästetouren möglich, kann jeder Interessent mit dem Plettenberger
eine Ringrunde drehen. "Die meisten steigen mit einem Grinsen
wieder aus, aber ich habe auch schon unterwegs anhalten müssen...",
verrät Hömberg, der sich auf die nun zu erwartenden höheren Geschwindigkeiten
nicht besonders vorbereiten wird. "Man braucht nur ein größeres
Herz", deutet er an, dass 300 km/h auf der Döttinger Höhe auch
von dem erfahrenen Rennfahrer eine gehörige Portion Mut erfordern.
Nur in den Rückspiegel wird Hömberg dann nicht mehr so oft blicken
müssen.
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Rock On V - Das sind die Bands
Zwei grundlegende
Infos fehlen selbst den Veranstaltern des fünften Rock On-Festivals
in der Oesterhalle noch. Eine der beiden fehlenden Sachen könnt
dabei nur Ihr entscheiden!
-->
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Wenn Lidl nicht gebaut wird, braucht Kreisel nur vier Arme
Hoher
Besuch im Herscheider Rathaus: NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper
gab sich gestern die Ehre und nahm Stellung zu aktuellen Themen.
Neuigkeiten kamen dabei aber kaum auf den Tisch. HERSCHEID ■
Vor allem in puncto Kreisel blieb Lienenkämper eine Antwort schuldig.
Er hoffe, dass sich die Pläne der Gemeinde realisieren lassen
und der Dorfwiesen-Investor den Kreisverkehr baue. Gelinge dies
nicht, müssen "wir eine vernünftige Lösung finden", so Lienenkämper.
Doch wie könnte diese aussehene: Ein anderes Finanzierungsmodell?
Oder doch die Reparatur der defekten Ampelanlage? Der Minister
wollte vorerst keine Prognose abgeben. Bürgermeister Uwe Schmalenbach
betonte jedoch, dass die Gemeinde einen Kreisel bevorzuge, ja
sogar benötige. Der Verkehrsfluss werde verbessert und die Lärmbelästigung
durch anfahrende Lastwagen (vor der Ampel) verringert. Die Reparatur
der Ampelanlage sei daher nicht erstrebenswert. Zur Not, falls
der Investor-Plan nicht greife, könne man ja eine Mini-Lösung
anstreben. Schmalenbach sprach davon, den Kreisel mit vier Armen
zu bauen. Den fünften Strang, der zur Erschließung der Dorfwiesen
angedacht ist, könnte man in diesem Fall vernachlässigen. Auf
einer Karte verdeutlichte der Bürgermeister diese Variante. Der
Minister schaute interessiert zu, äußerte sich jedoch nicht zur
Finanzierung dieser Möglichkeit. Einig war man sich, dass
der Ausbau der Silberg-Trasse von enormer Wichtigkeit für die
heimische Wirtschaftsregion sei. Lienenkämper sprach von "Prosperität",
also Wirtschaftsaufschwung. Daher wolle man mit Hochdruck die
Arbeiten nach der langen Winterpause vorantreiben. Bis November
wolle man den Streckenausbau von der Verse bis zum Silberg-Kopf
beendet haben. Im Anschluss soll eine dritte Spur vom Silberg
bis Herscheid-Hardt angelegt werden. Insgesamt 6,8 Millionen
Euro werden für diese Maßnahme veranschlagt, die Ende 2011 abgeschlossen
sein soll. Damit soll dann aber noch nicht Schluss sein: Von
der Hardt aus soll die Fahrbahn auf einer Strecke von 1,8 Kilometern
Länge in Richtung Dorf ausgebaut werden. Von der Versetalsperre
bis unmittelbar vor dem Herscheider Ortseingang wäre die Landstraße
561 dann dreispurig. Minister Lienenkämper möchte sich dafür
einsetzen, dass die Planungen für diese lückenlose Aufstockung
weitergehen. Er werde sich gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten
Bernd Schulte dafür stark machen, damit dieser dritte Silberg-Abschnitt
in das Landesbau-Programm aufgenommen wird. Bürgermeister
Schmalenbach äußerte den Wunsch, bei diesem Vorhaben darauf zu
achten, dass in Fahrtrichtung Herscheid ein Parkplatz angelegt
wird. Dieser sei vor allem für den Lkw-Verkehr notwendig. ■
dg Auf einer Karte zeigte Bürgermeister Uwe Schmalenbach
(rechts) das Kreisel-Vorhaben. Verkehrsminister Lutz Lienenkämper
(Zweiter von rechts), Landtagsabgeordneter Bernd Schule (Zweiter
von links) und die stellvertretende Bürgermeisterin Sigrid Schröder
(links) folgten den Schilderungen aufmerksam. ■ Foto: A.
Goniwiecha
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Harter Winterdienst: Unimog und Multicar sind verschlissen
Die
Nachbargemeinde Herscheid unterhält seit Jahrzehnten eine eigene
Schneefräse, in Meinerzhagen wird nach diesem Winter sogar über
die Anschaffung einer zweiten Fräse nachgedacht. Die Stadt Plettenberg
hingegen will auf die Ersatzbeschaffung für das im harten Winterdiensteinsatz
komplett zerstörte Räumgerät verzichten. Das sagte Bürgermeister
Klaus Müller im Haupt- und Finanzausschuss. PLETTENBERG ■
Auch der Unimog und das Multicar des städtischen Baubetriebshofes
haben in diesem Winter stark gelitten. So stark, dass die eigentlich
erst für nächstes Jahr vorgesehene Ersatzbeschaffung auf dieses
Jahr vorgezogen werden muss. "Beide Fahrzeuge wurden über Gebühr
strapaziert", berichtete Müller den Ausschussmitgliedern. Defekte
und Schäden seien gehäuft an den Fahrzeugen aufgetreten. Für
den Kauf eines neuen Unimogs wurden 153 000 Euro in den Nothaushalt
eingestellt, für den Kauf des Multicar 115 000 Euro. 20 000 Euro
soll nach Vorstellungen der Stadt der Verkauf der beiden Fahrzeuge
noch bringen. Mit der vorgesehenen Neubeschaffung der Winterdienstfahrzeuge
werde, so Müller weiter, die "Grundvoraussetzung für den Schiebe-
und Streudienst auf den Straßen wieder sichergestellt." Der Bürgermeister
renne damit bei der CDU offene Türen ein, freute sich CDU-Fraktionschef
Heiko Hillert, der aber zugleich betonte: "Mit dem Winterdienst
waren wir diesmal an der unteren Grenze angekommen - tiefer können
wir mit den Standards nicht gehen." Die Stadt dürfe sich nicht
selbst ein Bein stellen, indem sie wichtige Geräte veralten lasse.
Daher forderte Hillert die Stadtverwaltung auf, auch die Ersatzbeschaffung
für die defekte Schneefräse in das Investitionsprogramm mit aufzunehmen,
"damit wir nicht jedes Mal eine Fräse zumieten müssen". Immerhin
hat der verstärkte Einsatz von Fremdunternehmern im Winterdienst
die Stadt rund 43 700 Euro zusätzlich gekostet. "Die Schneefräse
hat uns auch beschäftigt", sagte Bürgermeister Klaus Müller und
räumte zugleich ein: "Wir hätten sie noch lange gebrauchen können."
Allerdings erlitt sie im Winterdienst-Einsatz bei Dingeringhausen
einen Totalschaden. "Die Schneefräse hatte die Stadt nach dem
Horror-Winter 1978 / 1979 gekauft", berichtete Müller weiter:
"In den letzten 30 Jahren hat sie aber meist nur in der Ecke
gestanden." Darum halte er die rund 35 000 Euro teure Beschaffung
einer neuen Schneefräse nicht für notwendig: "Schneefräsen sind
auch jetzt im Winter noch problemlos zu mieten und zu kaufen."
Die Stadt müsse mit den beiden neuen Fahrzeugen zunächst den
"Grundbestand" für den Winterdienst anschaffen. "Wenn es im nächsten
Winter notwendig werden sollte, können wir uns noch immer eine
Schneefräse leihen oder einkaufen." Es bringe nichts, sie beim
Bauhof unterzustellen, um sie irgendwann einmal einzusetzen.
Denn durch das Gerät entstünden Wartungskosten: "Alle fünf Jahre
muss der Keilriemen ausgetauscht werden." Heiko Hillert lenkte
in der Diskussion ein: "Wenn der Bürgermeister garantiert, dass
wir die Schneefräse in diesem Jahr nicht mehr brauchen und dass
wir uns jederzeite eine Fräse anmieten können, können wir den
Kauf auch um ein oder zwei Jahre verschieben." Baubetriebshofleiter
Josef Spahn hatte nach dem Totalausfall der städtischen Schneefräse
erklärt, dass als Ersatz auch eine gebrauchten Fräse in Frage
komme. ■ gt Der Herscheider Bauhof hatte seine Schneefräse
in diesem Winter im Dauereinsatz. Plettenberg will hingegen künftig
auf eine eigene Schneefräse verzichten. ■ Foto: D. Grein
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Elsetal war gestern: "Tanz in den Mai" in der Oesterhalle
Vor
drei Jahren startete der Plettenberger Kegelclub "Nimm die Dicke
e.v." eine fulminante Neuauflage des Maitanzes im Holthauser
Saal und legte im Vorjahr noch einmal erfolgreich nach. In diesem
Jahr wird es zwar wieder einen "Tanz in den Mai" geben, aber
diesmal in der Oesterhalle und nicht im Holthauser Saal. Nach
dem Ende des OAAC-Altweiberkarnevals ist dies bereits die zweite
Großveranstaltung, die im Oestertal eine neue Heimat findet. PLETTENBERG
■ "Da haben wir wesentlich mehr Toiletten, viel mehr Parkplätze
und auch mehr Platz für die Gäste", erklärt Mitorganisator und
"Oberkegler" Markus Verse. ■ Kartenvorverkauf startet Mitte
März Der Kartenvorverkauf für den Tanz in den Mai in der Oesterhalle
soll bereits in wenigen Tagen starten. Mit von der Partie ist
wieder DJ Mark Kiss. Auch eine Bar mit verschiedenen Longdrinks
soll nach Auskunft des heimischen Kegelclubs in der Oesterhalle
eingerichtet werden. Zudem ist ein kostenloser Shuttlebusverkehr
zu nächtlicher Stunde geplant, der die Besucher von der Oesterhalle
nach Plettenberg bringt. Einlass beim Maitanz ist am Freitag,
30. April, um 19.30 Uhr - Beginn ist um 20.00 Uhr. Karten für
den Maitanz gibt es ab Mitte März im Vorverkauf bei der Firma
Industriebedarf Alfred Bröcker, Im Steinkamp, für acht Euro.
■ ged
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Blues, Kabarett, Jazz und Theater
HERSCHEID ■ Quantitativ
eher bescheiden, aber qualitativ hochwertig. So präsentiert sich
das Kulturprogramm der Gemeinde Herscheid. Insgesamt können sich
die Bürger in diesem Jahr noch auf zehn Veranstaltungen freuen.
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Bärwald und Fischer zur FSV
WERDOHL/PLBG. ■ Die FSV
Werdohl hat mit zwei Neuzugängen den ersten Schritt ihrer Personalplanung
für die Spielzeit 2010/2011 gemacht. Dabei bleibt Uli Sauerborn,
Trainer und Sportlicher Leiter der FSV Werdohl, seiner bisherigen
Linie treu, auf Nachwuchsspieler und Werdohler Jungs zu setzen.
Denn die beiden Neuen, Dominik Bärwald und Falk Fischer, verkörpern
exakt diese beiden Eigenschaften.
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Schlaglöcher abgefüllt, doch neue Fahrbahn kommt noch
Vor
lauter Kratern war die Fahrbahn kaum noch zu erkennen. Diese
Situation war nicht mehr zumutbar. Daher verfüllte die Straßenmeisterei
gestern die Schlaglöcher auf der Landstraße 561.
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Knappe Niederlage ist zu verschmerzen
Trotz
zweier kampflos abgegebener Spiele schnupperte der BC Herscheid
I in Lünen an einem Unentschieden. Am Ende reichte es nicht ganz
- dennoch ist die 3:5-Niederlage durchaus zu verkraften. HERSCHEID
■ Lisa Humer saß zwar am Spielfeldrand, konnte aufgrund
ihrer Verletzung lediglich mentale Unterstützung leisten. Das
Damendoppel ging somit an Lünen. Auch das erste Herreneinzel
wurde nicht gespielt: Francesco Bertram musste wegen muskulärer
Probleme passen. Im ersten Herrendoppel hatte er noch auf die
Zähne gebissen. An der Seite von Ersatzmann Dirk Grein hatte
er etwas überraschend in drei Sätzen (17:21, 21:19, 22:20) gewinnen
können. Weniger glücklich endete das zweite Herrendoppel - Rainer
Cazzato und Julian Hopmann fanden zu spät ins Spiel und verloren
in zwei Sätzen (10:21, 18:21). Auf Linda Weinhold war wie
so oft Verlass. Das Dameneinzel verbuchte sie problemlos (21:14,
21:10). Rainer Cazzato nahm in seinem Einzel Revanche für die
Niederlage im Doppel; in drei packenden Sätzen behielt er die
Oberhand (21:15, 15:21, 22:20). Nach der deutlichen Niederlage
von Julian Hopmann und Linda Weinhold im Mixed (8:21, 14:21)
stand es somit 4:3 für Lünen. Ersatzmann Dirk Grein hätte also
noch ausgleichen können. Er brach jedoch im entscheidenden dritten
Satz ein (18:21, 21:11, 9:21), was die Niederlage der Herscheider
besiegelte. Mit 14:10 Punkten rangiert der BC Herscheid I
zwei Spieltage vor Schluss im gesicherten Mittelfeld. Weder mit
dem Aufstieg, noch mit dem Abstieg haben Weinhold & Co etwas
zu tun. Somit kann das nächste Spiel gegen Tabellennachbar Warendorf
(Samstag, 13. März, 18.00 Uhr Rahlenberghalle) entspannt angegangen
werden. ■ dg
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Frauen spielen im Mai kostenlos Tennis
Grund zur Freude
gab es auf der Jahreshauptversammlung des TC Wiesental. Im Hubertushof
konnten über 30 Anwesende auf eine "grandiose" Saison zurückblicken.
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"Atmosphärische Störungen" gibt es nicht mehr
Gemäß der Worte unserer
Bundeskanzlerin Angela Merkel, "Wir sind stärker aus der Krise
heraus gekommen, als hineingegangen", wollen auch die Oestertaler
Schützen einem hoffentlich ereignis- und erfolgreichem Jahr entgegengehen. PLETTENBERG
■ "Atmosphärische Störungen" aus dem letzten Jahr wurden
beiseite geschafft, die Kritik am Vorstand ist verstummt. "Ich
darf sagen, dass in offenen Gesprächen die Differenzen ausgeräumt
wurden", freute sich der erste Vorsitzende Manfred Stumpf bei
der Jahreshauptversammlung. Unter den 50 Anwesenden herrschte
am Samstagabend im Restaurant "Zur Oestertalsperre" wieder die
gewohnt ausgelassene Stimmung - Gründe gibt es hierfür viele. Jahresrückblick:
Gelungene Premiere des Scheunentanz Gleich zu Beginn der Jahreshauptversammlung
erinnerte Geschäftsführerin Corinna Stumpf an die tollen Momente,
welche die Schützen im vergangenen Jahr erlebt haben. Neben einem
sehr gelungenen Schützenfest sorgte vor allem die Premiere des
Scheunentanzes in den Mai für sehr viel Spaß. Bei guter Musik
und fröhlicher Stimmung brachten die Schützen das Tanzparkett
auf dem Hof Teipel zum Glühen. Schnell waren sich alle Anwesenden
einig: Eine Fortsetzung muss es auch im Jahre 2010 geben. Die
Berichte der einzelnen Abteilungen Auch die einzelnen Abteilungen
wussten von stimmungsvollen Veranstaltungen zu berichten. Die
Altmajestäten erinnerten sich besonders an das Kaiserschießen,
an das Herbstfest oder an einen Bowling-Abend im Repetal. Die
Biergerichtler veranstalteten die Feier aller Biergerichte und
freuten sich, dass diese Veranstaltung sehr großen Anklang fand.
Aktuell steckt man voll und ganz in der Vorbereitung für das
kommende Biergericht. Damit die Zuschauer nicht jedes Jahr die
gleichen Gesichter auf der Bühne sehen, appellierte Präsident
Carsten Bock am Samstagabend an seine Schützenbrüder: "Wenn euch
noch eine Aktion einfällt immer her damit. Wir brauchen noch
Futter!" Besonders erfolgreich waren die Sportschützen Einmal
mehr erfolgreich präsentierten sich in der abgelaufenen Saison
die Oestertaler Sportschützen. So bewiesen gerade die Jüngsten
von ihnen Treffsicherheit und räumten bei diversen Meisterschaften
kräftig ab. Ob beim Stadtjugendpokal, beim Bezirkskönigsschießen
oder bei den Stadtmeisterschaften, die Schützlinge von Trainer
Stefan Arndt glänzten mit zahlreichen Topplatzierungen. "Nein,
wir haben dort nicht alleine geschossen", berichtete Arndt beim
Vorlesen einiger Ergebnislisten, nachdem die ersten drei Plätze
stets an den SV Plettenberg-Oestertal gingen. Ein Stammtisch wird ins
Leben gerufen Auch in diesem Jahr sieht der Oestertaler Terminkalender
wieder einige Höhepunkte vor. Den Anfang macht ein neu ins Leben
gerufener Stammtisch am Freitag. So wollen sich die Schützen
an jedem letzten Freitag im Monat im Gemeinschaftsraum der Oesterhalle
treffen, um ab 19 Uhr bei ein paar kühlen Bierchen über das aktuelle
Weltgeschehen zu diskutieren. Der musikalische Höhepunkt: Das
"Rock On"-Festival In gewohnter Manier wird dann am 12. März
die Jugendabteilung für das musikalische Highlight des Jahres
sorgen. Die Grundidee, jungen Plettenberger Bands die Chance
eines ersten großen Auftrittes zu geben, führte dazu, dass sich
das "Rock On" inzwischen als eine feste Größe der Szene etabliert
hat und im März bereits Jubiläum feiert. Zum fünften Mal werden
die Bands mit eingängigen Rocksongs ihr Publikum begeistern.
Erstmals wird es in diesem Jahr eine "Wild Card" geben. Dies
bedeutet, dass fünf Bands bereits bestätigt sind, eine weitere
Band dagegen wird nicht von den Veranstaltern, sondern von den
Gästen bestimmt. Ab sofort kann auf der Internetseite www.rock-on-plettenberg.de
für die sechste Band abgestimmt werden. Ein Ausblick auf die Termine
in diesem Jahr Getreu dem Motto "Jeden Monat ein Highlight"
werden sich die Schützen auch im April keine Verschnaufpause
gönnen und erneut auf dem Hof Teipel in den Mai tanzen. Der Juni
steht ganz im Zeichen des Schützenfestes (4. bis 6. Juni). Hierbei
freuen sich die Oestertaler besonders darauf, wie auch schon
vor drei Jahren, den Musikverein aus Meitingen zu begrüßen. Blickt
man dann noch auf das Biwakschießen, welches mal wieder am Schießstand
im Baddinghagen stattfinden soll, oder auf das große Herbstfest,
welches erstmals einen Funbiathlon als Programmpunkt enthält,
sieht man, dass die Oestertaler auch in der zweiten Jahreshälfte
kaum zur Ruhe kommen. Und dann waren da noch die Vorstandswahlen
Der Grundstein für ein ereignisreiches Schützenjahr ist in
jedem Falle gelegt. Für einen reibungslosen Ablauf werden auch
in Zukunft alte Bekannte sorgen. Wolfgang Teipel (stellvertretender
Vorsitzender), Corinna Stumpf (Geschäftsführerin), Peter Rotter
(Schriftführer), Heike Meier (Kassenprüferin), Thomas Schulte
(Kassenprüfer) und Gerd Ashoff (Beisitzer) wurden in ihren Ämtern
wiedergewählt. Schützenkönig Stephan Scherweit wird den Vorstand
zukünftig als Beisitzer verstärken. ■ sk Fröhliche Stimmung
bei der Hauptversammlung des Oestertaler Schützenvereins - auch
bei den Wahlen. ■ Fotos: sk Marcel Bender freut sich auf's
"Rock On".
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Rahlenbergschule: Erneute Zitterpartie
Wird heute über die
Zukunft der Rahlenbergschule entschieden? Nur mit Hilfe der Bezirksregierung
Arnsberg kann nach den Sommerferien eine Eingangsklasse an Herscheids
Hauptschule gebildet werden. Die bloßen Anmeldezahlen reichen
dafür nicht aus - wenn auch knapp.
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El Bali und Hatipoglou fahren am Samstag nach Minden
Einmal
Gold und viermal Silber - das war die Ausbeute des ABV Plettenberg
bei den Meisterschaften des Box-Bezirks Arnsberg, die in Gevelsberg
ausgetragen wurden.
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Nur gegen Christian Schirner ist kein Kraut gewachsen
Das mit Spannung
erwartete Gastspiel der TTG Plettenberg/Oestertal beim Nachbarn
in Neuenrade verlief überraschend deutlich zu Gunsten der Plettenberger.
Ohne große Gegenwehr nahm man die zwei Punkte nach einem deutlichen
9:3-Sieg mit nach Hause.
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Gewerbesteuer steigt, Möglichkeiten sinken
Die guten Nachrichten zuerst. Aufgrund einer
Nachzahlung von einer halben Million Euro erwartet die Stadt
in diesem Jahr eine auf elf Millionen Euro gestiegene Gewerbesteuereinnahme.
Zudem bekommt Plettenberg vom Land über zwei Millionen Euro Solidarbeitrag
erstattet. Und aufgrund eines außergewöhnlich guten Jahresergebnisses
erhöht sich der städtische Anteil am Gewinn der Sparkasse von
78 000 auf 980 000 Euro. PLETTENBERG ■ Das wars aber auch
schon, was Kämmerin Andrea Vollmer an guten Nachrichten in der
gestrigen Hauptausschusssitzung präsentieren konnte. Denn die
weiteren Aussichten sind recht düster. Das von der Stadt erarbeitete
Haushaltssicherungskonzept mit seinen zahlreichen Einsparungen
ist nicht genehmigungsfähig, da bis zum Jahr 2014 kein ausgeglichener
Haushalt in Sicht ist. Plettenberg muss mit einem Nothaushalt
leben: Der erarbeitete Haushaltsplanentwurf ist nicht viel mehr
als eine Berechnungsgrundlage. Die Arnsberger Bezirksregierung
übernimmt damit im Rathaus das Sagen. Es muss massiv gespart
werden; alle Investitionen, die die Stadt plant, müssen erst
von der Arnsberger Behörde genehmigt werden. ■ gt
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Hochwasser mit Millionenschaden befürchtet
Soll der Lennedamm um 50 oder 60 Zentimeter erhöht
werden, um einem Jahrhundert-Hochwasser vorzubeugen? Bis zu 50
000 Euro will die Stadt Plettenberg in ein weiteres Gutachten
zum Hochwasserschutz stecken. PLETTENBERG ■ "Was wird denn
da untersucht?", hinterfragte im Bau- und Liegenschaftsausschuss
Peter Tillmann (CDU) das Gutachten. Er würde das Geld für die
Untersuchung lieber in den Fußgängerschutz im Bereich der Verkehrsinseln
investieren. "Wir sind verpflichtet, etwas für den Hochwasserschutz
zu machen", stellte jedoch Bernd Merhofe, Fachgebietsleiter für
den Hoch- und Tiefbau, fest. Das Staatliche Umweltamt zu Hagen
habe vor einigen Jahren die Hochwassergefahr untersucht. Dabei
wurde unter anderem ermittelt, wie hoch der Pegel bei einem Jahrhundert-Hochwasser
in Plettenberg steigen kann - und was dann alles überflutet würde. Dir
Folgen eines solchen Rekord-Hochwassers wären verheerend: "In
Böddinghausen hätten wir einen Schaden in Höhe von weit über
zehn Millionen Euro zu befürchten", informierte Merhofe. Daher
gelte es zu überlegen, wie man ein solches Ereignis abwenden
kann. Eine Möglichkeit sei, so der städtische Bauexperte, den
Lennedamm um 50 bis 60 Zentimeter zu erhöhen. "Wir engen damit
aber das Überschwemmungsgebiet ein", gab er zu bedenken.
Noch habe man keine endgültige Lösung - die Untersuchung könne
aber in den weiteren Gesprächen mehr Klarheit bringen: "An der
Planung sind unzählige Behörden beteiligt." ■ Gefahr durch
die Schneeschmelze? Durch den schmelzenden Schnee und den Regen
sehen die Feuerwehr und der Baubetriebshof derzeit keine akute
Hochwassergefahr. Für den Notfall lagern im Bauhof rund 2 000
bis 3 000 gefüllte und weitere 4 000 leere Sandsäcke. Der Pegel
der Lenne hat sich nach den ergiebigen Regenfällen in der Nacht
zu Dienstag zwar verdoppelt, liegt aber noch deutlich unter dem
Warnwert. ■ gt Ein neues Gutachten soll Aufschluss darüber
geben, wie an Else und Lenne die Schäden durch Hochwasser begrenzt
werden können. ■ Archivfoto
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Ein Stich kann gleich drei Menschen das Leben retten
Plasma,
Thrombozyten und Erythrozyten hat jeder Mensch - nämlich in seinem
Blut. Deshalb kann man dank der modernen Medizin mit einer einzigen
Blutspende sogar bis zu drei Personen helfen. Das wissen auch
die Schülerinnen und Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskolleg,
die jetzt auch zu den Lebensrettern zählen. PLETTENBERG ■
85 Schüler aus sieben Klassen ließen sich jetzt beim Besuch des
Roten Kreuzes "anzapfen". Die Hälfte von ihnen konnte beim >Gruppenerlebnis
Blutspende< das erste Mal davon überzeugt werden, ihren roten
Lebenssaft abzugeben. "Ich war neugierig und wollte wissen, wie
es ist, Blut zu spenden", erklärte Erstspenderin Laura Hellmisch
aus der Stufe 13. "Ich würde es auch wieder tun, denn es tat
ja gar nicht weh", war das Fazit vieler Schüler. Anderer Tag,
anderer Ort: Die >Angst< vor dem ersten Mal hat Heinz-Werner
Fuchs schon vor langer Zeit überwunden. Einen Tag nach der Aktion
im Gertrud-Bäumer-Berufskolleg spendete er im Gemeindesaal in
Ohle das 105. Mal sein kostbares Blut. Unter den 134 "Helfern"
waren bei dieser Spende aber lediglich drei Erstspender. Glücklicherweise
wurde der Spendentag von zahlreichen "Stammgästen" besucht. So
konnten vergangene Woche wieder einige Belobigungen für folgende
Blutspender vorgenommen werden: Andreas Kreuz und Reiner Rosga
(90.), Brigitte Naundorf (85.), Karl-Heinz Könneke (80.), Thomas
Tilmann (75.), Monika Behrens und Guido Jürgens (65.), Dirk Werdermann
(55.), Norbert Wiese und Jörg Himmel (50.), Siegfried Bauckhage
(45.), Wolfgang Günther (40.), Michael Kretzer und Heide Fochler
(35.), Sebastian Kintner (30.), Hildegard Schulz (25), Kathrin
Lippold-Kretzer (15.), Marian Schyrba (10.). ■ ag Die
Blutspende in Ohle besuchten zahlreiche "Helfer", die ihr Blut
zur Verfügung stellten. ■ Foto: A. Goniwiecha 85 Schülerinnen
und Schüler des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs spendeten beim Besuch
des DRK ihr Blut.
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Wer holt die meisten Ringe?
Zum Auftaktschießen
des Medaillen- und Pokalschießen des Schützenverein Plettenberg-Grünetal
trafen sich am Sonntag die Schützen im Vereinsheim "Auf der Wieckmerth".
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Mit Müll fängt man. . .
Über vier Wochen lagerten viele Plettenberger
ihren Rest- und Hausmüll zu Hause. Witterungsbedingt konnte die
Firma Lobbe zahlreiche Straßen nicht erreichen. Deshalb durften
Betroffene am Samstag an mehreren Standorten ihre Müllsäcke abgeben. PLETTENBERG
■ Schon um halb neun warteten am Samstag die ersten Plettenberger,
als Torsten Isenberg mit seinem Lobbe-Fahrzeug auf dem Parkplatz
vor der Schützenhalle am Wieden eintraf. Anwohner aus Mehrfamilienhäusern
fragten Isenberg sogar, ob sie noch öfters kommen dürften, da
sie Nachbarn ohne Auto helfen wollten, die Müllsäcke endlich
los zu werden. "Das ist doch ein ganz normaler Winter", reagierten
viele aber auch mit Unverständnis darauf, dass in ihren Straßen
kein Müll entsorgt wurde und dass in solchen Ausnahmefällen keine
Extratouren eingeplant sind. Doch die meisten, wie Sascha
und Yvonne Strehl aus Köbbinghausen, waren einfach nur froh darüber,
dass sie ihren Müll nach vier Wochen endlich loswerden konnten.
Dass in ihrer Ortschaft der Müll im Winter so lange nicht abgeholt
wird, habe man in den letzten 20 Jahren nicht erlebt, wussten
beide. Ihre größte Sorge dabei war aber, dass der Restmüll "wilde
Tiere" anlocken könnte. Doch die Tiere scheinen schon näher
zu sein, als es sich die Plettenberger wohl denken. In der Schütte
des Müllwagens sprang plötzlich ein Mäuserich aus einem der eingeworfenen
Müllsäcke und suchte zwischen den Abfällen nach Nahrung. Aber
keine Angst, bevor Torsten Isenberg die Presse des Fahrzeugs
betätigte, stieg er in den Laderaum, um das flinke Tier einzufangen.
Das gelang zwar nicht auf Anhieb, doch als sich das Tier in einer
Tüte versteckte, rettete Torsten Isenberg die kleine Maus aus
dem "Schlund" des Fahrzeugs und entließ sie in die Freiheit.
So gab es an diesem Tag ein glückliches Ende für Mensch und für
Tier. ■ ag Dieser Mäuserich sprang am Samstag aus einem
der Müllsäcke, die bei der Sammelaktion am Wieden eingeworfen
wurden. Bevor der Fahrer des Lobbe-Fahrzeugs die Presse betätigte,
befreite er das Tierchen. ■ Fotos: Goniwiecha Sascha und
Yvonne Strehl aus Köbbinghausen sind glücklich, dass ihr Balkon
nach vier Wochen wieder müllfrei ist.
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Die Einsamkeit des Solospiels
Den
Rathaus-Flügel mag eines beglückt haben: beim Konzert des Bachforums
endlich wieder einmal verschwenderisch vor Publikum bespielt
zu werden. Für die beglückten Zuhörer schloss der durch Preise
dekorierte Pianist Andreas Bach dank sensibler Interpretation
großer Klaviermusik bereits mit den ersten Takten fest die Tür
zum Alltag. PLETTENBERG ■ Das Programm stellte Stücke aus
der großen Zeit der Klavierkunst des 18. und 19. Jahrhunderts
(Bach, Beethoven, Brahms) neben ein entlegeneres Werk spannenden
Charakters des französischen Tonartisten Olivier Messiaens.
Die Einsamkeit des Solospiels fordert jeden Musiker. Andreas
Bach verlor keine Worte; er ließ die Töne sprechen, vermochte
dabei jedem Stück mit sorgfältiger Technik und vertrauter Zuwendung
viel Raum und Energie für persönliche Formung zu widmen. Das
viertelstündliche Auftaktstück, die Partita B-Dur (BWV 825) aus
dem Schaffen Johann Sebastian Bachs, bietet sich in seiner Kunst
der Einfachheit zur Einstimmung von Pianist und Zuhörern an.
Andreas Bach gestaltete Innigkeit und ruhige Anmut als Grundcharakter
dieser Suite akkurat und feingliedrig, entwickelte sein Spiel
werkgerecht vom ruhig reflektierenden Präludium über gemäßigte
Menuette bis zum barocktänzerischen Gigue. Die 1880 erschienenen
"Zwei Rhapsodien" (op. 79) von Johannes Brahms forderten den
Pianisten anders und bewiesen, dass diese Komposition als Inbegriff
Brahms'scher Gestaltungs- und Ausdrucksweise angesehen werden
kann. Neben mächtigen Pathos und Aggressivität des Stückes setzte
Andreas Bach im Mittelteil der auf höherer Stufe zu spielenden
ersten Rhapsodie eine lyrische Verhaltenheit, die ergriff. Dieser
nachdenkliche Spielton entwickelte sich zu einer der Stärken
des gesamten Konzertes. Ein 1944 unter schwierigen Bedingungen
im besetzten Paris komponiertes Werk des dem Neuartigen zugewandten
Olivier Messiaens forderte und bereicherte die Zuhörer anschließend
- den Pianisten wohl nicht minder. Mit einem Stück aus dem 20-teiligen
Zyklus "Vingt regards sur l'Enfant Jésus", einer musikalischen
Meditation über die Geburt Jesu, demonstrierte Andreas Bach Messiaens
Ausdrucksreichtum und Klavierstilistik. In dem Titel "Regard
des Anges" (Betrachtung der Engel) griff der Pianist einen Komplex
von Klängen aus den Tasten, stellte weiche und harte Sequenzen
mit schwierigsten Übergängen rasant nebeneinander. Mit dieser
nicht leicht zu durchschauenden Musik, zuweilen aufwühlend, bewies
der Künstler dem Plettenberger Publikum, dass Klaviermusik sich
auch im 20. Jahrhundert noch spannend entwickelt hat. Eine
der packendsten Erfahrungen des Klavierabends: Musik vermag neben
gerade erlebtem aufgewühlten Schauer eine friedvolle Geborgenheit
zu stellen - und verbleibt auf ähnlichem Niveau. Andreas Bach
hatte mit den "Variations sérieuses" (op. 54) eines der Meisterwerke
Felix Mendelssohn-Bartholdys in sein Programm genommen. Der krasse
interpretatorische Charakterwechsel zu einem der Edelsteine der
deutschen Romantik mit einem Melodienthema über choralartige
Akkordfolgen gelang in glaubhafter Manier. Die halbstündige,
nur zwei Sätze umfassende c-Moll Sonate (op. 111), Beethovens
letzte Klaviersonate und quasi sein musikalisches Testament,
bestimmte den zweiten Teil des Konzertes. Andreas Bach führte
nach der Maestose-Einleitung harmonisch brillant zum Hauptsatz,
belegte dann im Adagio des zweiten Satzes, dass der ausführliche
Variationensatz auf die Adrietta zu dessen Beginn den Zauber
der Sonate ausmachen. Musikliebhaber konnten den Beweis meisterlicher
Klaviermusik im Solospiel von Andreas Bach miterleben. "Endlich
wieder einmal in Plettenberg", dachte manch einer. Ein weiterer
Solist ist als Am 17. April zum Bachforum geladen. Dann stellt
sich der Cellist Ludwig Frankmar dem Reiz, die Einsamkeit des
Solospiels mit dem Publikum zu teilen. ■ si Fast 50 Musikliebhaber
genossen am Samstag im Ratssaal Klaviermusik auf hohem Niveau.
Der Solist interpretierte Klavierliteratur vom 18. bis zum 20.
Jahrhundert. ■ Fotos: S. Schröder Andreas Bach begeisterte
auf dem Rathaus-Flügel.
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88 Kilometer sind in Herscheid bestens gezeichnet
Welch einen unverzichtbaren
Service der SGV für den Tourismus und damit letztlich für die
Allgemeinheit leistet, das kam in der Jahreshauptversammlung
der Herscheider SGV-Abteilung besonders deutlich zum Ausdruck.
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Die Rau-Politik wiederbeleben
HERSCHEID ■ Die Auflösungserscheinungen
der FDP sind der beste Wahlkampf für die SPD. Darin waren sich
die Sozialdemokraten bei ihrer Versammlung am Donnerstag einig.
Wie ihre eigenen Schwerpunkte bei der Landtagswahl im Mai aussehen
sollen, darüber wurde im Hubertushof lebendig diskutiert.
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Ebbeschule Valbert holt den Titel
MEINERZHAGEN ■
Die Valberter Ebbeschule ist Basketball-Kreismeister der Grundschulen.
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TuS
A2 in den Startlöchern
Trotz des schlechten Wetters
halten die A2-Junioren des TuS Plettenberg an ihrem Vorbereitungsprogramm
fest, nachdem sich das Team von Trainer Andreas Neubauer mit
vereinzelten Hallenturnieren in Form gehalten hat.
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Wiedersehen mit 25 Jahre alter Feuerwehr-Technik
Es ist eigentlich alles wie immer - bei Einsätzen
der Plettenberger Feuerwehr rückt neben Rettungswagen und Hilfeleistungslöschfahrzeug
auch die Drehleiter mit aus. An sich nichts Ungewöhnliches. Aber
die derzeitig in Plettenberg stationierte "Ersatzleiter" kommt
uns irgendwie bekannt vor . . . PLETTENBERG ■ Fangen wir
mal von vorne an: Die "aktuelle" Plettenberger Drehleiter ist
derzeit in Karlsruhe. Nicht zur Kur, aber zur routinemäßigen
Untersuchung. Und nebenbei wird noch ein technisches Problem
ausgemerzt, das bei ihrem letzten Einsatz, einem Kaminbrand in
Eiringhausen, aufgetreten ist. Nichts Schlimmes, versichert
die Feuerwehr. Wie die Heimatzeitung erfuhr, ist es tatsächlich
kein mechanisches Problem, sondern ein Fehler im Abstützsystem.
Das berechnet, wie standfest die Leiter ist. Und gibt entweder
den Leiterpark frei - oder blockiert ihn, wenn der Untergrund
durch Messgeräte als nicht sicher eingestuft wird. Und in dieses
System hat sich nun - wie es in normalen Computern auch vorkommt
- ein Fehler eingeschlichen. Die Plettenberger Drehleiter
ist also nun zur ohnehin fälligen Untersuchung in Karlsruhe,
bei der auch der geringe Software-Fehler wieder behoben wird.
Dafür stellt das Werk des Herstellers Metz in Karlsruhe ein Ersatzfahrzeug.
Und die sieht der Drehleiter, die bis zum November 2004 im Einsatz
war, verblüffend ähnlich. Auch hier heißt der Hersteller Metz.
Auch hier war nicht Technik, sondern Mechanik vorherrschend.
Und auch hier ist das Baujahr nahezu das selbe: Beide stammen
aus den frühen 80er-Jahren, haben fast identische Technik.
Vorteil bei diesen Leitern: Dadurch, dass an Computersteuerung
noch nicht mal zu denken war, konnte hier auch nichts kaputt
gehen. Aber: dank modernster Technik lässt sich bei dem >jungen<
Fahrzeug sogar messen, wieviel Personen im Korb befördert werden
können. Heißt also: Ist der Korb überladen, wird das sofort angezeigt.
Und es wird ausgerechnet, wieviel Zuladung noch hinein passt.
Das erleichtert die Arbeit der Einsatzkräfte deutlich. So kann
verhindert werden, dass der Korb aufgrund zu hoher Beladung vorne
abknickt. Auch sonst ist die derzeit zur Inspektion "verreiste"
Drehleiter ein sicheres Standbein der Plettenberger Feuerwehr.
Dass mal Probleme auftauchen, ist normal, sagt auch die Feuerwehr.
Nostalgie hin oder her. Freude an Mechanik ist natürlich auch
berechtigt - aber der Fortschritt und Vorsprung der Technik ist
gerade bei der Feuerwehr sehr wichtig. Und so schön und solide
die "Leih-Leiter" aus Karlsruhe auch ist - sie war gestern Morgen
auch beim Einsatz in Attendorn beteiligt (siehe Kreisseite) -
die Plettenberger Einsatzkräfte werden sich sicher freuen, wenn
"ihre" Leiter wieder da ist. Zumal sie - alleine aus Gewichtsgründen
- deutlich schneller am Einsatzort ist als das 25 Jahre alte
Ersatzfahrzeug . ■ fa Die alte Plettenberger Drehleiter,
hier bei einem Brandeinsatz im Jahr 2002. ■ Archivfoto
Das Ersatz-Fahrzeug, beim Einsatz am Sonntag auf der Sundhelle.
■ Foto: Goniwiecha
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Abwrack-Stau am Lennekreuz
Die Abwrackprämie ist seit
dem 2. September 2009 ausgelaufen. Trotzdem sieht man, auch fast
ein halbes Jahr nach dem Ende, hier und dort immer noch "Altlasten"
- in Form von Autos, die ihr Dasein immer noch auf Spezialplätzen
fristen und auf Abholung warten.
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Gut besucht war die Jahreshauptversammlung der Sundheller Kleingärtner - immerhin stand die mit Spannung erwartete Vorstandswahl an.
Kleingärtner: Nur einer will das Amt des Vorsitzenden Übernehmen
Die Zeit der Übergangslösungen und Vertretungen ist
vorbei: Joachim Jüttner ist der neue Vorsitzende der Sundheller
Kleingärtner. PLETTENBERG ■ Seit November des letzten Jahres
waren die Kleingärtner auf der Sundhelle führungslos. Nachdem
der erste Vorsitzende Wolfgang Runte sein Amt aus gesundheitlichen
Gründen nicht mehr ausüben konnte, hatte Alfons Baußmann, seines
Zeichens zweiter Vorsitzender, das Ruder zunächst übernommen.
Somit warteten am Samstag rund 50 Gartenfreunde während der Jahreshauptversammlung
im Kleingartenheim gespannt auf die angekündigten Vorstandswahlen. Zunächst
konnte Alfons Baußmann als zweiter Vorsitzender in seinem Rückblick
über ein harmonisch verlaufenes Jahr berichten. Nach der Eröffnung
der letzten Sommersaison am 4. April 2009 hatten die Kleingärtner
so manches Fest gemeinsam gefeiert. Baußmann erinnerte an zahlreiche
Geburtstage, an die Vatertagswanderung mit Mittagessen und an
amüsante Freizeitfahrten. Das Kartoffelfest und das Haxenessen
im Herbst waren ebenso Höhepunkte des letzten Jahres, wie das
Winterfest im Dezember. Natürlich waren die Sundheller Kleingärtner
wieder bemüht, ihre Kleingartenanlage und das Gartenheim zu pflegen.
In eigener Regie wurden dort im August die Toilettenanlagen erneuert. Nach
der Entlastung des Vorstandes konnten am Samstag die Wahlen erfolgen.
Nachdem Joachim Jüttner sich als einziger bereit erklärt hatte,
das Amt des ersten Vorsitzenden zu übernehmen, zögerten die Anwesenden
nicht lange. Jüttner wurde gewählt. Der zweite Vorsitzende Alfons
Baußmann begrüßte ihn freudig im Team des Vorstandes. Mit neuer
Führung starten die Kleingärtner nun in die nächste Saison. ■
bo Alfons Baußmann (links) begrüßte den neuen ersten Vorsitzenden
Joachim Jüttner. ■ Foto: M. Bornemann ■ Foto: M.
Bornemann
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Fliege in der Nase macht den krummen Rüssel wieder gerade
Was ist
eigentlich ein Rüssel? Und was kann man tun, wenn er verknickt
ist? Diesen Fragen gingen am Samstag in der Stadtbücherei über
30 Bücherzwerge auf den Grund. PLETTENBERG ■ Gemeinsam mit
ihren Lesepatinnen Christina Schliwa, Nina Hoffman und Katja
Maag rätselten sie, wie der Elefant aus dem Kinderbuch "Kamfu
mir helfen?" seinen krummen Rüssel wieder richten kann. "Ich bin
gefpolpert, hingeflogen und hab den Rüffel mir verbogen. Deffegen
komme ich fu dir. Kamfu vielleicht helfen mir?", fragte Christina
Schliwa die Kinder und trug dabei eine Elefantenmaske aus Pappe.
Für die gespannt zuhörenden Kinder spielte sie einen Elefanten,
der beim Laufen ins Stolpern kam, gegen eine Mauer stieß, sich
den Rüssel verbog und nun einen Sprachfehler hat. Und was tut
ein Elefant, wenn er einen krummen Rüssel hat? Natürlich bittet
er andere Rüsseltiere um Rat. So geht er zunächst zum Ameisenbär,
der mit ihm zum See läuft und den Rüssel kühlt. Nach der erfolglosen
Hilfsaktion schickt der Ameisenbär den Elefanten zu seinem Freund,
dem Schwein. Gemeinsam mit ihm - und natürlich auch mit den neugierigen
Bücherzwergen - probiert der Elefant es mit ein paar kräftigen
Rülpsern. Doch auch dieser gut gemeinte Ratschlag ändert nichts
an seinem krummen Rüssel. Erst die Fliege hat die zündende Idee:
Sie fliegt in den Rüssel um den Schaden zu sichten und kitzelt
den Elefanten dabei so, dass er niesen muss. Zur großen Freude
der kleinen Zuhörer ist der Rüssel des Elefanten endlich wieder
grade! Lediglich der Fliege ist nach dem rasanten Flug aus dem
Elefantenrüssel der eigene Rüssel nun natürlich verbogen. "Das
Buch soll Kindern zeigen, dass man sich bei Problemen Hilfe holen
soll", erklärte Nina Hoffman, die schon seit über fünf Jahren
Lesepatin ist, die Auswahl des Buches. "Die Kinder sollen erkennen,
dass die anderen Tiere zwar amüsiert, aber in erster Linie hilfsbereit
auf das Problem des Elefanten reagieren." Nach der lehrreichen
Geschichte freuten sich die Kinder vor allem auf das Basteln.
Die drei Lesepatinnen hatten Karten vorbereitet, die mit wilden
Dschungelmotiven bemalt und anschließend mit einem Elefanten
beklebt werden konnten. Und nach der lustigen Vorlesung mit anschließendem
Malen waren sich die Bücherzwerge einig: "Es hat uns gut gefallen!",
brachte es Ricardo (fünf Jahre) auf den Punkt. ■ lf Mit
Begeisterung malten und bastelten die Kinder Bilder mit vorbereiteten
Elefanten. ■ Foto: L. Filger
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Rudolf Sparing (links) und Peter Zimmer (rechts) präsentierten stark gewürzte Lausberg-Jägergeschichten.
Was lockt den Jäger: Wilde Sauen oder fremde Frauen?
Selten wurde bei
einer Pirsch so laut gelacht. Das Ensemble K ging am Freitag
auf Lachmuskeln-Jagd. Der Gedichte-Abend von Rudolf Sparing und
Peter Zimmer lockte 60 Gäste ins Restaurant Vedder. Begrüßt wurden
sie durch Jagdhornklänge vom Band.
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"Wo sollen wir denn noch sparen"
Seite für Seite gingen
die Mitglieder der SPD-Fraktion am Samstag den Haushaltsplanentwurf
für Herscheid durch. Zur Seite stand ihnen Bürgermeister Uwe
Schmalenbach, obwohl seine Tochter Geburtstag hatte. Das Ergebnis
der Sitzung: Eigentlich kann Herscheid gar nicht mehr sparen.
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Macher des Machbaren sein: "Nur Lidl" reicht Schmalenbach
Als
in den frühen 90-er Jahren das heutige Kaufpark-Geschäftshaus
in den westlichen Dorfwiesen ausgewiesen wurde, da war die Lebensmittelversorgung
der Gemeinde der Politik diesen Standort wert. Ähnlich argumentiert
nun Bürgermeister Uwe Schmalenbach, was die Ansiedlung von Lidl
neben Kaufpark angeht: Für Lidl sieht Schmalenbach Bedarf und
eine Chance; an drei weitere in den Wiesen geplante Läden glaubt
er nicht.
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