PLETTENBERG ■ In der ersten Runde des Vierer-Pokals auf Verbandsebene hatte die Schachvereinigung Plettenberg mit Siegen II einen unterklassigen Gegner zugelost bekommen und war damit in der Favoritenrolle. Mit 3,5:0,5 qualifizierten sich die Plettenberger sicher für die nächste Runde.
In den ersten drei Spielstunden konnten die Gäste gut gegenhalten. Im Verlauf des Mittelspiels setzten sich aber an allen Brettern die Plettenberger durch und erhielten druckvolle Stellungen, in denen die Initiative zu weiteren Positionsvorteilen verdichtet werden konnte.
Thomas Kuhnen gelang es, einen schönen Königsangriff zu inszenieren, dem sein Gegner nichts entgegen zu setzen hatte, da Kuhnen alle strategisch wichtigen Felder kontrollierte. Marek Maniocha lockte seinen Gegner bei besserer Entwicklung in taktische Scharmützel, bei denen der in der Mitte verbliebene König seines Kontrahenten das Angriffsziel war. Somit stand es kurz vor der Zeitkontrolle bereits 2:0.
An Brett drei konnte Michael Tautz seinem Gegner Pramam einen schwachen Läufer zufügen, der die Koordination der Figuren bei der Verteidigung des Königsflügels störte. Dies führte zu einer hoffnungslosen Königsstellung und im Anschluss zu einem verlorenen Endspiel, welches sich Pramam nicht mehr zeigen ließ. Dr. Torsten Fischer hatte sich Vorteile durch das Läuferpaar verschafft, ließ aber in der Folge eine Einschnürung leichtfertig zu, die die Läufer lähmte. Im Bemühen um Aktivität musste er dann Schwächen in Kauf nehmen. In der Zeitnot glich der Siegener Wallasch aus und man einigte sich auf ein Remis. ■ tf
© 2012 Süderländer Tageblatt, Plettenberg
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