HERSCHEID ■ Das Interesse an traditionellen Sportarten wie Turnen, Leichtathletik und Tischtennis ist stark rückläufig. So lautete das Fazit aus dem vergangenen Jahr, welches auf der Jahreshauptversammlung des Turnvereins Hüinghausen am Freitag gezogen wurde.
Im Gegensatz dazu verzeichnete der Vorstand aber auch ein Teilnehmerplus in modernen Sportarten wie Spinning, Step-Aerobic, Judo sowie Mutter-Kind-Turnen. So konnte der Vorsitzende Wolfgang Vöpel trotz 63 Austritte und nur 59 Eintritte in den Verein die Mitgliederzahl als konstant bezeichnen. Den Grund für seine positive Bilanz und die zunehmende Beliebtheit, sah Vöpel in den engagierten und motivierten Übungsleitern und Trainer, die die jeweiligen Abteilungen leiten.
Auch finanziell mussten, so Vöpel, keine Ausreißer verzeichnet werden; der Kassenbestand sei nahezu identisch mit dem des Vorjahres. Bei den Mitgliederbeiträgen für dieses Jahr gab es laut Vorstand jedoch Probleme. Auf Grund eines neuen Computerprogramms seien die Beiträge doppelt abgebucht worden. Zum Glück war der Fehler rasch aufgefallen, sodass die Beiträge zurückerstattet wurden.
Trotz der Zurückerstattungen waren einige Sportler unzufrieden. Für weitere Missstimmung sorgte auch das frühe Abbuchen der Beiträge im Jahr. Jedoch konnte Vöpel deutlich machen, das dies notwendig sei, um Trainerkosten oder ähnliches zu decken.
Sorgenkind des Vereins bleibt die Tischtennisabteilung. Reinhard Bathe konnte aus dem vergangenen Jahr wenig Positives berichten, waren die Teilnehmerzahlen doch so drastisch gesunken, dass das Training oftmals komplett ausfiel. Lediglich der Jugendbereich, mit acht regelmäßigen Teilnehmern unter der Leitung von Ulf Wendel, ließe noch hoffen.
Immerhin: Vier Spieler haben ihr Versprechen gegen, wieder regelmäßiger am Trainingsbetrieb teilzunehmen. Daher will Reinhard Bathe zunächst abwarten, wie sich die Tischtennisabteilung in den kommenden Wochen entwickelt. ■ lj
© 2012 Süderländer Tageblatt, Plettenberg
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